Ungeahnter Segen aus der Heimat

Als das Kölner Dreigestirn am letzten Freitag in Menden war, hatte auch der vielfach geehrte Ehrenbürger Prof. Dr. Wildor Hollmann die Narrenkappe auf. Mit dem Karnevalsvirus infizierte er sich nach dem Krieg im zerbombten Köln: „Ich sah, wie die Leute dort ihre letzten Fetzen für den Karneval verwendeten – da wurde mir die Bedeutung klar.“

Jede Rückkehr nach Menden bedeute ihm viel, sagt er. Als ihm die WP die Grüße seines Schulkamerad Heinrich Hammerschmidt ausrichtet, bestätigt er sofort, was auch Hammerschmidt berichtet hatte: „Wir waren mit Kissings Franz unzertrennlich.“ Hammerschmidts Mutter Sophia habe ihn immer „Wildörken“ genannt und das junge Dreigestirn zu Kartoffelpuffer oder Plätzchen ins Haus gerufen. Gerührt reagiert Hollmann, als Hammerschmidt erzählt, was er bis dato nicht wusste: „Wenn Wildor als berühmter Forscher um die Welt fliegen musste, hat meine Mutter stets dafür gebetet, dass das Flugzeug nicht abstürzt.“

Tatsächlich wurde es laut Hollmann 1959 auf einem Flug nach Chicago ganz eng, als über dem Atlantik zwei der vier Motoren ausfielen: „Da habe ich den US-Pilotenchef, den die Lufthansa damals noch haben musste, gefragt, was beim Ausfall von Propeller 3 passiert. Der zuckte mit den Schultern und sagte: ,Fate.’“

Das Schicksal meinte es indes gut mit ihm, und das ganz sicher auch dank Sophia Hammerschmidts Stoßgebeten!