Unfallhund konnte nicht identifiziert werden

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Menden..  Im Zweifel für den Angeklagten - dass dieser Grundsatz immer gilt, bewies das Amtsgericht in einer Verhandlung am Montag.

Ein Golden Retriever soll laut Anklage am 16. Dezember auf die Fahrbahn der Fischkuhle gelaufen sein und einen Unfall verursacht haben. Daraufhin hätte sich der Hundebesitzer aus dem Staub gemacht. Aber sowohl dem Hund als auch dem angeklagten Herrchen konnte man diese Tat nicht nachweisen.

Ein Autofahrer war gegen 16.25 Uhr einem Hund ausgewichen und gegen eine Verkehrsinsel gefahren. Schaden: über 10 000 Euro. Der Verdacht fiel auf einen 46-Jährigen, weil er an diesem Tag mit seinem Hund spazieren war und sich eine Nachbarin als Zeugin gemeldet hatte. Da zwischen ihr und dem Angeklagten aber seit längerer Zeit ein Nachbarschaftsstreit läuft, hielt das Gericht ihre Aussage für wenig glaubwürdig. Auch hatte der Angeklagte ein Alibi. Deshalb der Freispruch: „Die Identität des Täters konnte nicht nachgewiesen werden“, stellte Richter Festersen fest.