Trio Honselmann rechnet mit Geschehnissen in Menden ab

Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Egal ob Wahlkampf oder Schlaglöcher, das Trio Honselmann hat alles was in Menden passiert im Blick. Kredenzt wird es den Besuchern des Mendener Amateur Theaters in kleinen Häppchen, angereichert mit Liedern und Gedichten.

Menden..  „Vorsicht Wasser!“, „Baden verboten“ und das Ortseingangsschild „Menden – Feuchtgebiet“.

Die Schilder an den Wänden des Mendener Amateur Theaters ließen schon erahnen, was das Publikum am Samstagabend erwartete: Das Trio Honselmann rechnete wieder bitterböse mit aktuellen Geschehnissen in Menden ab, so dass kein Auge trocken blieb.

Unter dem Titel „Menden macht sich nass“ präsentierten Sabine Collatz und Helmut Rauer, am Klavier begleitet von dem Hemeraner Maximilian Paroth, ihr kabarettistisches Programm, gefüllt mit Liedern und Gedichten, und gaben damit kreative Denkanstöße für Veränderungen in Menden. Der Stadt Menden würden diese wohl entscheidend fehlen. Noch nicht einmal einen Namen für das neue Gymnasium gibt es. Vielleicht ein Name mit Mendener Vergangenheit? „Hexenverbrennungsgymnasium geht nicht“, schließt Helmut Rauer direkt aus und es blieb Platz für weitere Vorschläge.

Und auch in anderen Bereichen fehlt es an kreativen Lösungen.

Schlaglöcher als Spielstätte für Kinder

Warum die Schlaglöcher zu machen? Die wassergefüllten Löcher würden doch ausgezeichnet als Spielstätte für die Kinder dienen.

Das große Thema des Abends: Der kleine schon beinahe niedliche Rinnsal, der durch Menden plätschert. Und der Wahlkampf um den Bürgermeisterposten tut es ihm gleich. „Ich kann gar nicht glauben, dass es einen Wahlkampf gibt“, wunderte sich Rauer. „Gäbe es einen Wahlkampf, dann hätte Bettermann doch schon längst Unterschriften gesammelt!“ Auch Bürgermeister Volker Fleige bekam in musikalischer Form von Sabine Collatz sein Fett weg. „Das nächste Lied ist an Volker F. aus M.“, kündigte sie an und stimmte eine umgetextete Form des Liedes „Ich will doch nur spielen“ an, in das das Publikum bald einstimmte. „Du willst doch nur spielen, du tust ja nichts“, hieß es am Ende und die große Frage „Doch wird’s besser, wenn ein anderer kommt?“.

Wüstenlandschaft in der Innenstadt

Von der Oase in der Mendener Innenstadt mit den leeren Geschäften, die einer Wüstenlandschaft gleicht, Palmen und dem Bächlein, bis hin zum aktuellen Facebook-Wahn. Die Akteure griffen jedes Thema auf, welches mit Menden zutun hat. Und am Ende waren alle einer Meinung: „Wir machen alles selber!“