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Trauer um Friedrich Alberts

07.05.2007 | 22:41 Uhr

Menden. (ars) Menden trauert um einen liebenswerten Menschen mit großem Herzen für die Stadt und ihre Bürger. Ratsherr Friedrich Alberts starb am vergangenen Samstag im Alter von gerade einmal 65 Jahren.

Viele Mendener drückten seit dem 10. Februar ganz fest die Daumen für Friedrich Alberts - letztlich vergeblich. Vor seiner Haustür war der Mendener beim Überqueren der Fröndenberger Straße von einem Pkw erfasst worden, als er gerade von einem Fußballspiel seines geliebten FC Schalke 04 zurückkehrte. Es folgten Wochen des Kampfes und der Ungewissheit mit vielen schwierigen Operationen. Nicht nur die politischen Mitstreiter in der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), die Freunde bei der Feuerwehr Menden, für die Friedrich Alberts bis zur Pensionierung vor fünf Jahren hauptamtlich tätig war, und die Mitstreiter des früheren Presbyters der Evangelischen Kirchengemeinde Menden freuten sich über die Fortschritte, die Friedrich Alberts nach der Behandlung der schwersten Verletzungen machte.

Bei anschließenden Reha-Maßnahmen in Bad Berleburg waren die Ärzte sehr zufrieden mit ihrem ehrgeizigen und willensstarken Patienten, den dann aber aus heiterem Himmel ein Herzstillstand ereilte. Es bestand keine Hoffnung auf Besserung mehr, aus dem Koma erwachte Friedrich Alberts nicht mehr. Der engagierte Kommunalpolitiker, Vorsitzender im Werksausschuss Wilhelmshöhe, der aber auch einer der Kritiker der jüngsten Entwicklung in "seiner" Evangelischen Kirchengemeinde war, hinterlässt seine Frau Bärbel, zwei Söhne und deren Familien mit fünf Enkeln. Die Trauerfeier findet am Freitag ab 11 Uhr in der Kapelle des Friedhofs am Hahnenbusch statt.

Weitere Belastung für die trauernde Familie: Die Unfallakte liegt nach wie vor bei der Mendener Polizei. "Das ist ein normaler behördlicher Vorgang, wenn noch etwas fehlt", sagte Wachenleiter Walter Ebel gestern. "Wir warten lediglich auf ein Gutachten, das in dieser Woche kommen soll. Dann geht die Akte sofort zur Staatsanwaltschaft."

Die schwierige Aufgabe, den Platz von Friedrich Alberts (Ratsherr seit 2004) in der UWG-Fraktion zu besetzen, kommt auf Claudia Kipper zu. Die künftige Ratsfrau ist bislang Sachkundige Bürgerin im Schulausschuss.

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