Tourismus-Info jetzt ein echter Ticketshop

Fröndenberg..  Die Tourismus-Info im Rathaus wird jetzt auch zum Ticketshop. Wer im Vorverkauf Eintrittskarten für städtische wie auch viele andere Veranstaltungen braucht, kann sie sich jetzt auch im Rathaus besorgen. Allerdings muss man hierher noch echtes Geld mitbringen, „an der Kartenzahlung arbeiten wir noch“, sagt Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe.

Eine von 900 Vorverkaufsstellen

Möglich macht den neuen Service die kürzlich eingegangene Zusammenarbeit der Stadt mit dem „Pro-Ticket“-System. 900 Vorverkaufsstellen sind daran angeschlossen. Für die Stadt hat das zunächst als Veranstalterin einen positiven Effekt: Die Karten für ihre Angebote sind jetzt an all diesen 900 Standorten zu haben, zu denen längst auch die Göpfert-Halle in Unna oder das Kulturbüro in Menden zählen. Zugleich gilt: Treten große Stars in Dortmund auf, haben Fröndenberger Fans jetzt einen neuen, kurzen Weg zum Ticket.

Zudem spart die Stadt erheblich an Arbeitszeit, die bisher für das Ausdrucken und Beschriften von Karten sowie für deren Verkauf und Abrechnung draufging. Davon kann Jaqueline von Haza-Radlitz noch manches Lied singen: „Für uns ist das bei 4- bis 5000 verkauften Tickets pro Jahr jedenfalls eine echte Entlastung.“

Fürs Publikum bedeute „Pro Ticket“ nicht nur die platzgenaue Reservierung für lokale wie überregionale Veranstaltungen. Sondern auch die Möglichkeit, über ein Call Center zum Ortstarif telefonische Bestellungen für Veranstaltungen in Fröndenberg und aller Welt vorzunehmen. Auf www.proticket.de kann auch direkt übers Internet bestellt werden. Und neben den Karten sind auch alle Infos von Pro Ticket zum jeweiligen Konzert abrufbar.

Kleiner Betrag pro verkaufter Karte

Und warum wählte die Stadt Pro Ticket? Iimmerhin gibt es noch viele andere Veranstaltungs-Portale, darunter so bekannte wie Eventim. „Wir haben hier die aus unserer Sicht fairsten Bedingungen bekommen“, sagt Fachbereichsleiter Dietmar Lerch. Mit einem kleinen Betrag pro verkaufter Karte ohne weitere Kosten sei man dort bei bestem Service immer auf der sicheren Seite.

Den Einwand, dass die Stadt im Ticket-Geschäft als öffentliche Hand auf einem Feld der Privatwirtschaft gräbt, lässt Rebbe nicht gelten. „Das ist eine Sache auf Gegenseitigkeit“, sagt er. Die privaten Anbieter verdienten ihrerseits auch an Karten für städtische Veranstaltungen.