Tornister-Aussuchen ist Familiensache

Lina Bücking mit ihren Eltern Eva und Jens.
Lina Bücking mit ihren Eltern Eva und Jens.
Foto: WP

Menden..  Die Väter hätten sicherlich gerne noch mehr Geld im Autohaus Rosier ausgegeben, doch deren Besuch an der Fröndenberger Straße galt diesmal nicht dem Neukauf eines fahrbaren Untersatzes: Im Mittelpunkt standen am Samstag nämlich nicht die Wünsche der Papas, sondern die ihres Nachwuchses, der im August 2015 in die Schule kommt. Büro Kissing, die Verkehrswacht, die Barmer Krankenkasse sowie die Physiopraxis Merzenich hatten die zukünftigen ABC-Schützen nebst ihren Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel zur 9. Schulranzen-Party eingeladen.

Warnung vor Rückenschmerzen

Doch beim Kauf ist nicht nur der reine Geschmack gefragt: Denn die rund ein Kilogramm schweren Schultornister sollten dem Kind keine Rückenschmerzen bereiten. Ist die teilweise mühselige und heißdiskutierte Phase des Aussuchens endlich geschafft, stellen sich die Eltern deshalb geduldig mit ihren stolzen Tonnen-Trägern in die lange Reihe, weil sie alle den Parcours durchlaufen wollen. Dort testen die Mitarbeiter der Physiopraxis gemeinsam mit den Mädchen und Jungen, ob der Wunsch-Tornister auch beim Laufen, Springen, Balancieren und Rückwärtsgehen richtig sitzt oder vielleicht doch eine Nummer zu groß ist. Um das ganze noch ein wenig realistischer zu gestalten - ein Schulkind muss bis zu sieben Kilogramm schleppen - wird den kleinen Parcoursteilnehmern eine Packung Kopierpapier in den Rucksack gepackt.

Auch Reinhard Neitzke ist mit seinen Mitarbeiterinnen um das Wohl der Kinder bemüht: dem Chef der hiesigen Barmer geht es darum, dass Schulkinder wegen eines falsch gekauften Tornister später gar nicht erst zum Krankenkassen-Fall werden.

Andreas Nolte und seine Mitstreiter von der Verkehrswacht sind am Samstag damit beschäftigt, die Besucher der Schulranzenparty über die Notwendigkeit von Reflektionsstreifen an Kleidung und Ranzen, Warnwesten oder Blinkies zu überzeugen. Sie geben außerdem Tipps für den sicheren Schulweg.

Wer am Ende noch genug Geld oder aber spendierfreudige Verwandschaft in der Hinterhand hat, der kann zudem noch alle jüngeren Geschwisterkinder mit individuell bestickten Rucksäcken ausstatten. Oder dem Schulanfänger ein mit eigenem Namen besticktes T-Shirt kaufen, oder ein Fotoalbum speziell für die Schulzeit, oder, oder, oder...