Telefonzelle und Küche im Garten

Fröndenberg..  Diese Termine sollte man sich vielleicht nicht rot, sondern dem Anlass entsprechend grün im Kalender anstreichen: An vier Tagen von Mai bis September gibt es auch in Fröndenberg die Aktion „Offenen Gärten im Ruhrbogen“. Sechs Gartenbesitzer öffnen die Pforten zu ihren Grundstücken, um mit Gästen über die Gartengestaltung oder Gott und die Welt zu reden. Auf die Besucher warten Tipps und Anregungen für das eigene grüne Wohnzimmer, Getränke und zumeist auch Kuchen oder sogar Grillwürstchen.

Obwohl es „nur“ sechs Gärten sind, bieten sie eine bemerkenswerte Bandbreite an Themen. Da gibt es parkähnliche Landschaften mit Wassertretbecken und Boulebahn, kaskadenförmige Bachläufe und Wasserfälle, Terrassen am Hang, Insektenhotels, eine moderne Outdoor-Küche, Telefonzellen, Weinranken an alten Schaukeln, beleuchtete Bäume und sogar Hühner- und Wachtelhöfe. Viel zu entdecken also. Die „Lichtergärten“, die vergangenes Jahr erfolgreich zum ersten Mal stattfanden, haben diesmal einen eigenen Termin bekommen – mit längeren Öffnungszeiten am Abend.

Nicht alle Gastgeber sind mit ihren Gärten an allen Terminen dabei. Gemeinsam ist den Hobbygärtnern aber die immense Freude an der Aktion. „Wir haben einen unheimlichen Spaß daran“, sagt Andreas Klein. Er ist wie die übrigen Gartenbesitzer ein „Wiederholungstäter“ und schätzt vor allem die Gespräche mit seinen Gästen. Im vergangenen Jahr überrannten die Menschen seinen Wassergarten fast – was aber die schiere Besuchermenge meint und nicht etwa Folgeschäden an der Flora. Ohne Ausnahme bewegen sich die Gäste der „offenen Gärten“ nämlich erfahrungsgemäß behutsam und höflich durchs Grün. Schließlich wollen sie die kreativen „Sommer-Wohnzimmer“ genießen.

Fröndenberg beteiligt sich zum 6. Mal an den „Offenen Gärten im Ruhrbogen“, die mittlerweile in acht Städten und Gemeinden parallel laufen. Weitere Gärten sind für die kommenden Jahre stets willkommen. Die altgedienten Teilnehmer machen anderen Gartenbesitzern Mut einzusteigen: Die Furcht vor Schäden im Garten sei völlig unbegründet. Ein Garten müsse auch nicht perfekt sein. Wer mit dem Gedanken spielt, mitzumachen, könne ja in diesem Jahr in die Gärten hineinschnuppern und sich mal ansehen, wie die Aktion läuft.