Täter sind bis heute nicht ermittelt

Menden..  Die Fassungslosigkeit bei vielen Mendenern war groß: Ende September hatten Täter Gräber auf dem katholischen Friedhof verwüstet. Sie hatten Grablaternen zerstört, etliche Figuren wie Engel an Grabsteinen zerschmettert, Kerzen weggeworfen. Zahlreiche Grabstellen im unteren Bereich wurden verwüstet, auch die Pfarrergräber waren betroffen. Ein Täter ist bis heute nicht ermittelt.

Eine Zeugin hatte sich bei der Polizei gemeldet: Sie hatte zwei Jungen beobachtet, die zum Tatzeitpunkt tagsüber zwischen den Gräbern herumgelaufen und nach klirrenden Geräuschen weggelaufen seien. „Ins Visier der Ermittler war damals ein 13-jähriger Mendener geraten“, sagt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde. „Die Taten konnte man dem Jungen aber nicht lückenlos nachweisen.“ Der zweite Mittäter sei bis heute unbekannt.

Die Tat wird als gemeinschädliche Sachbeschädigung oder als Störung der Totenruhe bewertet. Schadensersatz werden die Betroffenen wohl nicht bekommen. Für sie wäre das wohl ohnehin nur ein kleiner Trost: Die Kriminalpolizei ermittelte in etwa 50 Fällen, 40 Geschädigte sind der Polizei mit Namen bekannt. Boronowski weiß um den ideellen Wert des zerstörten Grabschmucks: „Was die Täter kaputt gemacht haben, ist mit Geld nicht wieder aufzuwiegen.“