Streit um Hundekot-Diskussion

Menden..  Wie viel Hundekot darf sein? Diese eher unappetitliche Frage sorgt für ziemlich emotionale Diskussionen in der Fröndenberger Politik. Dabei geht es auch gar nicht nur das Ursprungsthema, sondern viel mehr darum, wie viel Raum man der Diskussion eigentlich geben sollte.

„Einfache Geschäfte sollte die Verwaltung selbst machen“, sagt Grünen-Ratsherr Martin Schoppmann – ohne dazu zu sagen, ob er sich der Doppeldeutigkeit dieser Aussage bewusst war. Schoppmann ärgert sich massiv darüber, dass sich jetzt sogar der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen musste. Es müsse doch möglich sein, dass die Stadtverwaltung ohne extra ausgesprochenen politischen Auftrag eine Lösung für die Probleme mit den Kot-Haufen finde. Darüber müsse man doch nicht extra noch in mehreren politischen Gremien diskutieren.

Schoppmann warf der CDU reinen Populismus vor. Die Christdemokraten hatten das Thema nämlich auf die Tagesordnung gebracht. Ihr Vorschlag: Hundehalter, die ihren Vierbeiner im Rathaus anmelden, sollen unter anderem einen Gutschein für einen Kotbeutelspender bekommen, der sich an der Leine befestigen lässt. Die CDU beantragte auch, zusätzliche Kotbeutelspender an den Straßenrändern aufzustellen. „Uns ist allen daran gelegen, dass diese Schweinerei von den Gehwegen verschwindet“, betont CDU-Sprecherin Sibylle Weber.

Detaillierte Vorschläge

Die CDU hatte detailliert vorgeschlagen, wie man gegen die tierischen Tretminen vorgehen könne. Weil das Hundekotproblem aus Sicht der Christdemokraten nicht besser wurde (WP berichtete), habe man noch einmal die öffentlich Diskussion gesucht.

Damit stößt die CDU allerdings nicht nur bei den Grünen auf Gegenwehr. „Einen großen Ausschuss damit zu befassen, halte ich am Thema vorbei“, sagt SPD-Ratsherr Kurt Potthoff. Die CDU hätte das Thema gerne noch einmal etwas ausführlicher im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt diskutiert, zog aber dann ihren Antrag zurück. Man wolle die Bekämpfung des Hundekots jetzt zunächst alleine der Stadtverwaltung überlassen, sagt Fraktionschef Gerd Greczka.

Am mit Ekel behafteten Thema wolle die CDU jedoch dran bleiben. Greczka: „Wir legen es uns für ein Jahr auf Wiedervorlage und sehen dann, was faktisch passiert ist.“