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Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer

16.07.2012 | 20:57 Uhr
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
Hemers Bürgermeister Michael Esken attackiert bei Facebook die Mendener Grünen

Menden/Hemer.   Mendens Grüne haben Bürgermeister Volker Fleige scharf existiert, weil der den Abbau der Schienen nach Hemer empfiehlt. Jetzt hat Fleiges Kollege, der Hemeraner Bügermeister Michael Esken bei Facebook reagiert.

Mendens Grüne haben Bürgermeister Volker Fleige scharf existiert, weil der den Abbau der Schienen nach Hemer empfiehlt. Und wie erwartet lässt die Retourkutsche von Fleiges Hemeraner Amtskollegen Michael Esken nicht auf sich warten. Via Facebook greift er im Internet die Mendener Grünen frontal an. Die regten sich nur auf, „weil ihnen ein liebgewonnenes Spielzeug abhanden kommt“. Es sei bemerkenswert, wie die Grünen in Menden mit dem Eigentum der Stadt Hemer umgingen.

Zum Hintergrund: Hemer hatte die Bahntrasse bis zur Bahnbrücke über die Westtangente gekauft, um dort einen Fahrradweg zu bauen. Dass die Grünen nun erreichen wollten, dass die Schienen doch liegen bleiben, sei „einfach frech und ein ungebührliches Verhalten, das man in der Schule mit einem Tadel belegen würde“. SPD-Mann Fleige erhält allerdings Rückendeckung von seinem Hemeraner CDU-Amtskollegen: „Gut zu wissen, dass der BM in Menden hier weiter denkt.“

Mendens Grünen-Vorsitzende Ingrid Ketzscher reagierte gestern kühl. Auf Eskens Angriffe wolle sie im Detail gar nicht eingehen. Sie fordert ihn aber auf, sich an demokratische Beschlüsse zu halten: Stadt, Kreis und Nahverkehrsversammlung hätten sich für en Erhalt der Bahnverbindung ausgesprochen: „Herr Esken scheint die politischen Abläufe nicht genau zu kennen.“

Michael Koch

Facebook
Kommentare
21.07.2012
13:19
Bahnreaktivierung würde weder Hemer noch den Radfreunden schaden
von zilp | #13

Für einige sieht es so aus, als wollten die Befürworter einer Bahnreaktivierung Hemer - Menden [-Fröndenberg - Dortmund] den Interessen der Stadt Hemer schaden oder deren BM ärgern oder als seien sie gegen Radfahren und Radfreunde.
Das Gegenteil ist aber der Fall!
Wir wollen eine bestmögliche Verknüpfung von Bahn - Rad -Bus, so wie es sie anderswo schon gibt (ganz frisch z. B. zwischen Brilon Wald und Brilon (Stadt)). Radwege neben Bahnstrecken sind äußerst erfolgreich, z. B. Ruhrtalradweg/Dortmund-Sauerland-Express oder Lenneradweg/Ruhr-Sieg-Strecke, Radweg und Bahnstrecke Teuto-Senne u. v. m.

Reines Radfahren ist nun mal abhängig von Wetter, Jahres- und Tageszeiten. Und Fahrradmitnahme geht im Zug besser als im Bus.
Hemer im Ballungsrandgebiet zwischen Ruhrgebiet und Sauerland mit genug Einwohnern und überragend günstiger zentraler Lage der Bahnstation bietet gute Voraussetzungen für einen eigenen Bahnanschluss.

20.07.2012
15:11
Fortsetzung von 2 Posts weiter unten...
von HarryCane | #12

2. Herr Esken verweist auf die Eigentumsverhältnisse des Trassengeländes und verbittet sich eine Einmischung. Die Stadt Hemer hat nicht irgendein Grundstück gekauft, sondern eines, das als Bahntrasse gewidmet ist. Und damit kann man nach gültiger Rechtsordnung nicht machen, was man will. Die Widmung als Bahntrasse ist maßgeblich. Dass dies Herrn Esken ärgert, kann ich mir vorstellen - was das aber mit mir zu tun hat, bleibt mir ein Rätsel.

3. Bei der Frage der Reaktivierung der Bahnlinie geht es um die Verbesserung unseres Bahnnetzes und die damit verbundenen Entwicklungspotenziale für die Region. Es geht nicht um die persönliche Meinung von Herrn Esken oder mir. Deshalb sind die Angriffe auf meine Person in der Sache nicht zielführend. Die vom NWL parteiübergreifend beschlossene Potenzialuntersuchung wird zeigen, ob eine Reaktivierung sinnvoll ist. So lange sollte alles unterbleiben, was die Reaktivierung erschweren würde."

20.07.2012
09:01
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von HarryCane | #11

Herr Esken möchte uns anscheinend gerne ein X für ein U vormachen und glänzt vor allem durch Polemik.

Mir perönlich ist es wichtig, das ÜBERHAUPT endlich ein gescheiter Radweg gebaut wird! (der aufgemalte Weg auf der B7 ist nur für die ganz mutigen beschaffen, Kinder würde ich dort niemals fahren lassen) Das wäre insgesamt schonmal ein Fortschritt.

Allerdings bin ich auch der Meinung: langfristig gedacht ist es natürlich sinnvoller die Schienen zu belassen. Der Radweg kann auch einige Meter woanders herführen, das spielt keine Rolle. Ein Schienennetz ist da schon ein starres System.

Ich bin mir absolut sicher, dass wir angesichts der gravierenden Veränderungen, die uns im Bereich der individuellen Mobilität unausweichlich innerhalb der nächsten 1 - 2 Dekaden erwarten werden (Peak Oil, Klimawandel/CO 2-Ausstoß), auf eine weitestgehende Elektrifizierung des ÖPNV`s NICHT verzichten können.
Daher könnten wir die Bahntrasse möglicherweise nochmal schmerzlich vermissen.

2 Antworten
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von keksperte | #11-1

Der Radweg ist doch die beste Möglichkeit die Bahntrasse zu sichern. Die Schienen und auch das Gleisbett mit Unterbau müssen sowieso komplett erneuert werden um dort Züge mit neuester Technik fahren zu lassen. Das kann man dann machen wenn die Strecke wirklich gebraucht würde, was ich aber stark anzweifele. Weil dort ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich sein wird. Ich lese hier immer vom Zugpferd Dortmund. Wieviele Personen aus Hemer sollen denn jeden Tag mit dem Zug nach Dortmund fahren? 10 oder 20 oder 30 und damit sollen Wirtschaftlichkeitsberechnungen angestellt werden. Kaufen Sie sich am besten eine Kristallkugel. Der Radweg auf der Bahntrasse muss kommen, je eher dest besser!! Übrigens, ich fahre die Strecke Hemer-Menden Fröndenberg-Wickede-Neheim-Arnsberg mit dem Rad mehrmals in der Woche.

Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von zilp | #11-2

@HarryCane #11
Der seit der LGS aufgemalte Radweg ist immerhin schon besser als vorher. Und auch davor war dort schon offizielle NRW-Radroute zwischen Hemer und Menden. Aber natürlich wäre ein Bahntrassenradweg aus reiner Fahrrad-Perspektive noch besser - und ein ganz neuer Radweg durchs Oesetal am allerbesten.

@keksperte #11-1:
Die unschlagbar beste Sicherung einer Bahntrasse ist es, darauf Züge fahren zu lassen.
Ob ein - im Vergleich zu anderen meist ebenfalls subventionierten Bahn- und Busverbindungen - wirtschaftlicher Betrieb möglich ist, kann niemand vorhersagen. D. h. auch, niemand kann jetzt schon einfach behaupten, dass dies nicht geht. Dabei hilft auch keine Glaskugel, sondern die jetzt anstehende Untersuchung und wirklich erfährt man es erst durch (künftige) Praxiserfahrung mit echten Fahrten.
Die Pendelfahrten des Oesetalbahnvereins im Oktober 2010 zwischen Hemer und Dortmund waren jedenfalls überwältigend (sogar fast schon beängstigend) gut angenommen!

20.07.2012
08:53
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von HarryCane | #10

http://www.gruene-menden.de/themen-in-menden/sachliche-diskussion-gerne-persenliche-angriffe-netzen-aber-niemand

1. Herr Esken stellt das Engagement für die Reaktivierung der Bahnlinie als ein isoliertes Vorhaben der Mendener Grünen dar.
Richtig aber ist, dass die Mendener Grünen nicht allein dastehen, indem sie sich für diese Bahnstrecke einsetzen. Unser höchstes Gremium für den Schienenverkehr in Westfalen-Lippe, die NWL-Verbandsversammlung hat die Aufnahme der Strecke Hemer-Menden in den Nahverkehrsplan einstimmig beschlossen - also auch mit den CDU-Stimmen - aufgrund übereinstimmender Ratsbeschlüsse des Kreistages und der Städte.

Der NWL ist in NRW für die Bestellung und Finanzierung von Verkehrsleistungen auf der Schiene zuständig. Derzeit werden jährlich rund 270 Millionen € dafür eingesetzt. Darüber hinaus stehen dem NWL aktuell jährlich rund 14,5 Millionen € für die Förderung der ÖPNV-Infrastruktur zur Verfügung.

Dem großen Verband NWL gehören an:
Zweckverband SPNV Ruhr-Lip

20.07.2012
08:50
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von Granit | #9

@ zilp #8

Wie schon geschrieben, eine unrentable Strecke zu subventionieren halte ich für falsch. Und für den normalen Berufspendler ist die Bahn aber auch der Bus zu unflexibel. Versuchen Sie mal von Halingen nach Hemer-Westig zu kommen, auch ja Arbeitsbeginn in Hemer 6 Uhr.
Zum Verkehrsstau auf der B7, die meisten dieser Berufspendler müssen nach Iserlohn City bzw. auf die Autobahn, um zur Arbeit zu kommen. Da wäre der Ausbau der A46 sinnvoller,um den Verkehrsstau aufzulösen und eine Vielzahl an Bürgern zu entlasten.
Aber leider gibt es dort nach über 25 Jahre debattieren und protestieren keine Einigung und wird es wohl auch in den nächsten 25 Jahre nicht geben.

1 Antwort
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von zilp | #9-1

Ob die Strecke rentabel sein wird/würde, kann niemand vorhersagen. Deshalb gibt es ja eine Untersuchung dazu. Keine Bus- oder Bahnverbindung kann alle beliebigen Mobilitätswünsche erfüllen. Aber gerade die Bahn ist gut für Viel-Auf-Einmal-Verkehr, z. B. in Verkehrspitzenzeiten. Dann entlastet die Schiene (parallelen) Straßenverkehr.
Die 4-streifige A46 von Hemer bis Neheim ist nicht nötig, zu teuer und zerschneidet zu viel Landschaft. Was Hemer allerdings braucht, ist eine 2-streifige Ortsumfahrung (B7n) in Verlängerung des bisherigen Autobahnendes bis zur Edelburg. Menden hat mit der Westtangente/B515n ja schon eine Umfahrung.

19.07.2012
23:20
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von zilp | #8

@ Granit #7:
Die Bahn hat aber gegenüber dem Bus viele Vorteile: sie kann mehr auf einmal transportieren, kann v. a. auch Fahrräder besser transportieren, hat einen eigenen Fahrweg, steckt deshalb nicht wie Busse mit im Straßenstau, ist schneller. Daneben bleibt natürlich ein Bedarf für Busse, z. B. auf den Kurzstrecken. Für den Direktverkehr Hemer Mitte - Menden Mitte - Fröndenberg [-Dortmund] ist der Zug eindeutig besser.
Das gilt auch für Besucher des Sauerlandparks! Es werden nun mal aus Dortmund und Umgebung mehr Leute ganz oder aber mindestens einen Weg (hin oder rück) eher per Bahn als mit dem Rad zum Park zurücklegen.
Und wetterunabhängiger als das Rad ist die Bahn eh. Eine Bahnstrecke ist also unterm Strich das eindeutig leistungsfähigere Verkehrsmittel als ein Radweg. Außerdem lässt sich ein Radweg auch anderswo anlegen, und zwar auch weiter weg von der B 7 als die Bahntrasse. Schienen zwischen Hemer und Menden dagegen lassen sich kaum bis gar nicht woanders verlegen.

19.07.2012
09:13
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von Granit | #7

Wer unbedingt mit öffentlichen Verkehrsmittel nach Hemer bzw. Menden fahren möchte, kann den Bus nehmen und ausserdem sollte aus Sicht der Öko´s der Fahrradweg die bessere Alternative sein (Fahrrad fahren = keine Umweltbelastung). Für die Subvensionierung einer unrentablen Bahnstrecke, darf man in der heutigen Haushaltslage kein Geld verschwenden. Und ausserdem kann man mit dem "Oesetalradweg", angebunden an den Ruhrtalweg, auch Fahrradtouristen gefahrelos bis nach Hemer locken, um mehr Besucher für das Zuschußgeschäft Sauerlandparkzu gewinnen.
Also an beide BM von Hemer und Menden, setzt die gute Idee schnellst möglich um, damit der Radweg schon im nächsten Jahr genutzt werden kann.

19.07.2012
07:51
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von MANFREDM | #6

Die grünen Muttis kutschieren Ihren Nachwuchs doch in grossen Vans oder Kastenwagen umher. Wozu brauchen die denn eine Bahnstrecke. Eine Spielzeugbahn ist für die Grünen völlig ausreichend.

3 Antworten
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von zilp | #6-1

Um mit der Bahn fahren zu können, braucht es ja Bahnstrecken und Bahnverbindungen ;-)
Und mit Spielzeug-/Modelleisenbahnen kann man auch schlecht Kinder zur Schule fahren (lassen).....

Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von Karl-Napp | #6-2

Dann sollte man schnellstens Zugverbindungen zu allen Hemeraner Grundschulen & KIGAs herstellen, dann wäre das Autochaos sicher sofort weg.

Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von zilp | #6-3

Reaktivierung der bisherigen Bahnstrecke reicht fürs erste. Über mögliche Netzerweiterungen kann man später noch nachdenken ;-)

18.07.2012
13:00
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von Bigot | #5

Ich finde es schon unwürdig, dass Herr Esken auf Facebook seine Freunde quasi auffordert, hier gegen die Bahn zu kommentieren! Argumente sind da wohl nebensächlich. Trübt mein Bild eines BM´s, der für Hemer viel getan hat, mehr als seine Vorgänger. Das Hauptargument für oder gegen die Bahn bleibt jedoch diese Potentialanalyse. Es wäre in aller Interesse, sich für eine ganz schnelle Durchführung einzusetzen.

2 Antworten
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von keksperte | #5-1

@Bigot, Ist es nicht lustig, da gibt es Menschen, die finden es unwürdig, wenn ein Bürgermeister seine Mitbürger aufruft, gegen das unsinnigste Projekt der letzten Jahre zu argumentieren, nämlich die reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer. Vielleicht hat der ein oder andere Tagträumer noch nicht mitbekommen, dass parallel zur Bahn ein Bus fährt, den man auch benutzen kann. Bei der Potentialanalyse kann nur eines herauskommen und zwar Schienen weg, Asphalt drauf, fertig ist der Radweg und alle freuen sich!! Außer diesen grünen Ignoranten.

Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von Bigot | #5-2

@keksperte: Sehen Sie, auch Sie wollen das Ergebnis der Potentialanalyse gleich vorwegnehmen, wissen können Sie es aber nicht. Die Angst vor dem Ergebnis ist deutlich. Warten Sie es doch einfach ab. Übrigens, Herr Esken muss seine "Freunde" erst auffordern, hier zu argumentieren, das spricht schon für sich. Darüber hinaus gibt es keine grünen Ignoranten, das sagt sich nur so leicht, weil es man so gerne glaubt. Ausblenden muss man dabei, dass der NWL mit all seinen Mitgliedern (übrigens auch die CDU) den Beschluss zur unabhängigen Untersuchung gefaßt hat. So ist es nunmal in der Demokratie, auch wenn Herr Esken dadurch seine Meinung einmal nicht durchsetzen kann. Unser BM braucht Schuldige, die glaubt er, in den Mendener Grünen gefunden zu haben. Schade, dass man ihm zu glauben scheint.

17.07.2012
23:34
Streit um die Bahnstrecke zwischen Menden und Hemer
von silkehemer | #4

Meine Güte...wir haben in Hemer mit der Schulentwicklung echt genug Ärger! Hoffentlich kommt es bald zu dieser Rentabilitätsprüfung, dann können wir weitersehen. Solange gibt es echt wichtigeres!

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