Stefan Risse dirigiert „amante della musica“

„amante della musica Menden“ probt mit seinem neuen Chorleiter Stefan Risse
„amante della musica Menden“ probt mit seinem neuen Chorleiter Stefan Risse

Menden..  Ein musikalischer Allrounder, dem man die Liebe zum Gesang in jeder Sekunde anmerkt: Stefan Risse ist neuer Chorleiter von „amante della musica“, der vierte in der Geschichte des Meisterchores.

Donnerstagabend in der Mendener Gesamtschule: Aus der Aula klingt „Daydream lullaby“, ein swingender, jazziger Gospel des zeitgenössischen Komponisten Henry O. Millsby. Ein Blick in die Aula verrät, dass nicht nur die Sängerinnen und Sänger von „amante della musica“ mit vollem Stimm- und Körpereinsatz bei der Sache sind, sondern genau das auch von ihrem Dirigenten vorgelebt bekommen. Dabei ist es keine Probe wie jede andere. Erst zum zweiten Mal – ausgenommen eine erste Schnupperprobe zum gegenseitigen Kennenlernen – steht Stefan Risse vor dem fünffachen Meisterchor aus der Hönnestadt. In der 29-jährigen Geschichte von „amante della musica“ ist er der vierte Chorleiter. Vorgänger Luc van den Broek musste diese Aufgabe Ende vergangenen Jahres aus privaten Gründen aufgeben, absolvierte den letzten Auftritt Anfang Januar beim Neujahrsempfang des Lions Clubs. „Wir sind Luc zu großem Dank verpflichtet, weil er den Chor 2013 in einer schwierigen Phase übernommen hat und uns dann sofort mit Leidenschaft und Sorgfalt zum Auftritt bei der ,Night of Music’ in der Balver Höhle und zum fünften Meisterchortitel geführt hat. Wir werden ihm freundschaftlich verbunden bleiben“, so „amante“-Vorsitzender Lars Becker.

Die Gegenwart hört nun auf den Namen Stefan Risse, dessen Verpflichtung gewissermaßen nun im dritten Versuch gelang. „Wir hatten ihn auch schon 2006 und 2012 auf unser Liste stehen, da war Stefan aber noch anderweitig gebunden. Nun hat es geklappt, er war ein absoluter Wunschkandidat“, so Becker weiter. Das Lob gab der 52-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung brav zurück: „Als ich ,amante’ das erste Mal gesehen und gehört habe, dachte ich sofort: Das wäre auch was für dich.“

Stefan Risse, der in Ense-Höingen wohnt, begann seine eigene Gesangskarriere im Alter von 15 Jahren. Gerade dem Teeniealter entwachsen, übernahm er dann den ersten Dirigentenposten und hat seitdem unter anderem in Arnsberg, Soest und Lüdenscheid Chöre zu Meisterchortiteln geführt. Auf Kontinuität und ein langfristiges Engagement habe er immer Wert gelegt. Sein Credo: „Ich vermittle Spaß und Freude an der Musik, das ganze aber auch mit Ernsthaftigkeit und Gründlichkeit, eine Einstellung, die bei einem Meisterchor ja nun definitiv vorhanden sein muss.“

Auf einen oder mehrere Musikstile will er sich in seinem Wirken nicht festlegen: „Da bin ich Allrounder.“