Stadtwerke bieten Thermografie-Scan für Häuser an

Klimaschutzmanager Michael Bush, Architekt Markus Reiffer, VHS-Leiter Achim Puhl und Stadtwerke-Energieberater Patrick Tecklenborg (von links) zeigen den Thermografie-Bericht für die VHS-Gebäude.
Klimaschutzmanager Michael Bush, Architekt Markus Reiffer, VHS-Leiter Achim Puhl und Stadtwerke-Energieberater Patrick Tecklenborg (von links) zeigen den Thermografie-Bericht für die VHS-Gebäude.
Foto: WP

Menden..  Die Fenster im VHS-Gebäude leuchten rot auf: Architekt Markus Reiffer richtet die Wärmebildkamera auf einen anderen Teil der Fassade. Auch hier stechen die Glasflächen grell hervor. Mit Thermografie-Scans wie diesem können Experten energetische Schwachstellen an Gebäuden erkennen: So sehen sie anhand der Bilder, wo Wärme verloren geht.

Die Stadtwerke Menden bieten diese Prüfung jetzt erneut für alle Mendener an. Im Mai können die Hausbesitzer ihre Thermografie-Berichte dann bei der Volkshochschule mit Fachleuten besprechen. Mendens neuer Klimaschutzmanager Michael Bush unterstützt die aus seiner Sicht „tolle Aktion“. „Energie wird teurer“, sagt Maria Geers von den Stadtwerken. „Die günstigste Energie ist die, die wir nicht verbrauchen.“

„Ist Ihr Gebäude noch ganz dicht?“ Mit dieser nicht ganz ernst gemeinten Frage wollen die Stadtwerke erneut Mendener für das Thema begeistern. Thermografie-Aktionen gibt es bereits seit einigen Jahren. Das Architekturbüro Reiffer und Partner untersucht die Gebäude mit einer Infrarotkamera. Temperaturunterschiede werden farblich dargestellt: Orange-rot-markierte Bereiche lassen mehr Wärme durch als dunkelblaue. Diese Aktion ist allerdings nur in der kalten Jahreszeit möglich: „Wir brauchen kalte Temperaturen“, sagt Markus Reiffer. „So müssen zwischen Innen und Außen Unterschiede von etwa 15 Grad Celsius liegen.“ Starker Wind und Schneefall können eine genaue Messung außerdem unmöglich machen.

VHS-Gebäude bereits untersucht

Die beiden VHS-Gebäude hat der Architekt bereits mit Hilfe der Infrarotkamera analysiert: Das ältere Gebäude, mit Baujahr aus den 1960er Jahren, zeigt einige Stellen auf, an denen Wärme verloren geht. Aber auch beim Neubau kann noch Energie eingespart werden: Zum Beispiel könnten Fensterdichtungen überprüft werden, ob sie möglicherweise porös sind und mehr Wärme durchlassen, als sie sollten.

Fachleute bewerten die Thermografie-Berichte am Montag, 4. Mai, ab 19 Uhr bei einer VHS-Veranstaltung. Interessierte bekommen zudem viele Tipps, wie sie die Sanierungsmaßnahmen kosteneffizient umsetzen können.

Anmeldung

Interessenten können sich für einen Thermografie-Scan beim Stadtwerke-Energieberater anmelden: per E-Mail an p.tecklenborg@stadtwerke-menden.de oder unter 02373/169-611.

Der Scan kostet für private Wohn- und Kleingewerbeimmobilien 150 Euro. Kunden der Stadtwerke Menden zahlen 120 Euro.

An eine Thermografie-Aktion kann sich eine Energieberatung anschließen: Diese nimmt auch die Gebäudetechnik wie Heizungsanlagen unter die Lupe.