Stadt will Geld von Wirten haben

Menden..  Der Stadtverwaltung scheint es nicht an Ideen zu mangeln, neue Geldquellen zu erschließen. Erstmals werden nunmehr heimische Wirte zur Kasse gebeten. Begründung: Sie profitierten von der Pfingstkirmes.

Nach WP-Informationen hat die Stadtverwaltung nicht gezielt alle Mendener Innenstadt-Wirte zur Zahlung aufgefordert. Jedoch diejenigen Betriebe, die während der Kirmestage eine deutlich größere Außengastronomie als an anderen Tagen des Jahres betreiben. Also Häuser, die etwa zusätzlich einen Bierwagen aufstellen. Die Inhaber der Eierkiepe und der Mendener Mühle als Hauptbetroffene mochten kaum glauben, was die Stadt ihnen präsentiert hatte.

Der Verwaltung scheint durchaus bewusst, dass sie sich rechtlich auf dünnem Eis bewegen könnte. Schließlich steht etwa der Bierwagen an der Eierkiepe auf dem Privatgelände der Wirtsleute und grenzt nicht einmal unmittelbar an den Kirrmestrubel. Wohl auch deshalb ist die Rechnung in besonderer Weise formuliert:
Standgebühr = 0 Euro
Mehrwehrtsteuer = 0 Euro

Die Wirte – auch die Mendener Mühle ist betroffen – werden jedoch mit 125 Euro zur Kasse gebeten. Sie sind, laut Rechnung der Stadt, für allgemeine Werbezwecke bestimmt (100 Euro), mit denen auf das Großereignis Pfingskirmes aufmerksam gemacht wird. Hinzu kommen 25 Euro, die anteilig für den Sicherheitsdienst bestimmt sind.

Wirte trauen sich normalerweise kaum, sich mit der Stadtverwaltung anzulegen. Doch Gäste, die von der Rechnung etwas mitbekommen haben, rieten den Wirtsleuten Toni Castrignano (Mendener Mühle) und Björn Mannstein (Eierkiepe) zu Widersprüchen.

Weil es nun mal auch vorkommt, dass versierte Juristen Gasthausbesucher und Stammgäste sind, hieß es sogar: „Wenn das auf einen Rechtstreit hinauslaufen sollte, könnte die Stadt schlechte Karten haben.“