Stadt will bald mehr Straßen sanieren

Menden..  Ein neuer Arbeitskreis aus Politikern sowie Vertretern von Stadtwerken und Verwaltung soll schon bald Kriterien dafür festlegen, wann welche Straßen im Stadtgebiet zu erneuern oder zu reparieren sind. Das war das Ergebnis eines Vortrags von Fachbereichsleiter Frank Wagenbach am Abend im Bauausschuss. Wagenbach zeigte große Probleme auf: Von den mehr als 600 Straßen in Menden seien 177 („Wir haben genau nachgezählt“) noch nicht endgültig hergestellt. Es gebe aber viele Kriterien für Erneuerung und Sanierung. So sei nicht automatisch die schlechteste Straße als erste in Angriff zu nehmen. Mit neuen Decken könne man stattdessen die viel teureren Unterbauten retten, für deren Ersatz auch Anlieger heranzuziehen seien. Aus dem Kriterien-Katalog soll sich eine Prioritätenliste ableiten, die – anders als viele zuvor – auch in der Politik Bestand hat.

Auch Brücken und Mauern marode

Auch das Thema maroder Brücken sprach Wagenbach an: In Menden gibt es 45 Straßenbrücken und 19 für Fußgänger. Viele davon seien im pflichtig zu führenden „Brückenbuch“ mit der Note 3 oder schlechter bewertet. „Ab Note 4 muss die Brücke zeitig saniert, gesperrt oder abgerissen werden“, warnte der Bau-Chef im Rathaus. Ähnlich verhalte es sich mit den Stützmauern, für die man als Kommune ebenfalls zuständig sei. Sie würden gerade erst auf ihre Standsicherheit hin überprüft.