Stadt sucht jetzt sieben „Bufdis“

Menden..  Ab sofort können sich Interessenten für den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) bei der Stadt Menden melden. Die will, wie berichtet, sieben Stellen besetzen: in den vier Kinder- und Jugendtreffs der Stadt, auf der Kluse, im Stadtarchiv und in der Umweltabteilung.

Wolfgang Lück, Personalchef im Rathaus, arbeitet dabei eng mit der Stadt Iserlohn zusammen. Sie hat derzeit schon 30 Bufdis im Dienst, dazu zwei für Hemer. Finanziell attraktiv ist das für die meist jungen Bufdis nicht: Sie erhalten 170 Euro im Monat Taschengeld plus Fahrgeld für einen Vollzeitjob mit 39-Stunden-Woche.

Die extrem niedrige Entlohnung entspricht dem Bundeszuschuss, den die Stadt pro Kopf erhält. Lück hatte jüngst im Hauptausschuss betont, die Stellen blieben „für die Stadt kostenneutral“. Angehende Bufdis würden vorab unmissverständlich auf die magere Aufwandsentschädigung hingewiesen.

Dennoch scheint es genug Bewerber zu geben. Für den Treff Lendringsen hat auch die Stadt Menden bereits eine Interessentin, weiß Lück. In Iserlohn gibt es sogar schon Anfragen fürs nächste Jahr, hieß es im zuständigen Bereich Beschäftigungsförderung der Stadt. Bufdis seien überwiegend Absolventen der achtjährigen Gymnasialzeit, die zur Berufsorientierung Erfahrungen sammeln wollten – und die sich meist auch bewährten.

Begleitendes Bildungsangebot

Zwar liege der Schwerpunkt wie in Menden auf den Bereichen Kinder, Jugend und Soziales, die Arbeitsplätze also in Kitas, im Offenen Ganztag oder Jugendtreffs. Es gebe aber auch Bühnenarbeiter im Parktheater oder Bufdis an der MK-Waldschule. Und: Für die vorgeschriebene pädagogische und fachliche Begleitung der Bufdis gebe es nicht nur zahlreiche attraktive Angebote, sondern auch einen eigens dafür zuständigen Sozialarbeiter.

Diese Strukturen vor der Haustür will nun auch die Stadt Menden nutzen. Daher würden Interessenten, die sich hier melden, zur weiteren Bewerbung nach Iserlohn verwiesen, erklärt Lück. Es sei auch kein Zufall, dass die Stadt die Stellen jetzt sehr früh im Jahr besetzen will: „Der Bund fördert nur eine bestimmte Anzahl von Stellen. Ist das jeweilige Kontingent erfüllt, fließt kein Geld mehr.“ Dann werde auch das Höchstalter auf 25 Jahre begrenzt. Ansonsten sei diese Grenze für Bufdis nach oben offen.