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Stadt stoppt Abriss des Hausmann-Mosaiks

19.06.2012 | 16:54 Uhr
Stadt stoppt Abriss des Hausmann-Mosaiks
Abrissarbeiten am Hausmann-Mosaik am Montagnachmittag. Foto: T. Bottin

Menden. Der Presslufthammer nagte bereits am Hausmann-Mosaik an der Fassade der alten Regenbogenschule. Doch weil ein Denkmalpfleger vom Landesdenkmalamt in Münster das Mosaik möglicherweise für schützenswert hält, hat die Stadt den Abriss der Mosaiksteine am Montag vorläufig gestoppt.

Die Gewoge ist über die unerwartete Verzögerung an der Baustelle verärgert. Die Wohnungsgenossenschaft will das Gebäude abreißen und an seiner Stelle einen Komplex mit Innenstadtwohnungen errichten. „Uns liegt eine auflagenfreie Abrissgenehmigung vor“, erklärte gestern Gewoge-Geschäftsführer Manfred Döring gegenüber der WP. Er habe davon ausgehen müssen, dass die Stadt als Untere Denkmalschutzbehörde auch denkmaltechnische Belange berücksichtigt, ehe sie eine Genehmigung ausstellt. „Ich muss mir um so etwas keine Gedanken machen“, begründet Döring, weshalb er sich nicht um das Mosaik gekümmert habe und die Abbruchunternehmer freie Hand hatten.

Stadt-Pressesprecher Manfred Bardtke bestätigte den Ortstermin mit dem Denkmalschutz-Profi aus Münster. Die Stadt ziehe solche Experten aber nicht automatisch zu Rate, wenn im Rathaus ein Antrag auf den Abriss eines Gebäudes eingehe.

Thorsten Bottin

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Kommentare
21.06.2012
21:37
Stadt stoppt Abriss des Hausmann-Mosaiks
von geb.Mendener | #5

....ob das für die Damen vom Behnhofsverein ein neues Betätigungsfeld werden kann, man sollte den Besitzer vom Cafe Echt verpflichten, das Mosaik dort an die Wand zu bringen.

Da kennt sich der Verein doch aus, Forderungen an Eigentümer zu stellen!

21.06.2012
13:01
Stadt stoppt Abriss des Hausmann-Mosaiks
von Granit | #4

Na, das ist ja logisch geregelt, erst Abrissgenehmigung erteilen und dann kurz nach beginn der Arbeit stoppen. Ist ja auch kein Problem die eingeteilten Arbeiter um zu planen. Vielleicht kann man ja auch mit diesem Gebäude eine "never ending story" wie beim Bahnhof veranstallten. Seit froh das das jetzige Gebäude relativ schnell abgerissen wir, bevor es zu einem Schandfleck verfällt.
Die Idee von "taosnm", das Bild in der neuen Wohnanlage zu integrieren kann, er (oder sie) ja mal vorschlagen wie, vielleicht jedes einzelne Steinchen rausklopfen, nummerieren und hinterher wieder ankleben?

20.06.2012
20:31
Wenn man doch das Gebäude im Ganzen abreißen will...
von zbytes | #3

...warum fängt man dann eigentlich mit Hausmanns Mosaik an und klopft die glasierten Steinchen einzeln aus der Fassade? Das kann doch wohl kein Entsorgungsproblem sein.

1 Antwort
Stadt stoppt Abriss des Hausmann-Mosaiks
von Haunsberger | #3-1

Da dachte sich der Herr Döring: Schnell weg dem Ding, bevor es einer merkt... Die Werke von Wilhelm Hausmann sind nicht irgendein Geschmiere, viele seiner Skulpturen sind noch heute im Stadtgebiet präsent und Teil der Mendener Kulturgeschichte. Hoffentlich wird die Gewoge dazu verdonnert, das Werk zu sichern und auf eigene Kosten wieder herzustellen.

20.06.2012
15:21
Stadt stoppt Abriss des Hausmann-Mosaiks
von Born-in-the-80s | #2

Das Schulgebäude hätte man auch noch anderen Zwecken zuführen können, anstatt es einer $$$$$$$$$-Wohnungsbaugesellschaft zu überlassen... in Menden kann man sowieso nur noch den Kopf schütteln. Ein paar Strassen neu eindecken wäre mal sinnvoll. Immer diese Schlaglochflickerei

..ehemaliger Schüler der Hindenburg-Schule....

20.06.2012
13:26
Stadt stoppt Abriss des Hausmann-Mosaiks
von taosnm | #1

Herr Döring ist kein Mendener und vielleicht auch den schönen Künsten nicht sehr zugetan. Als ehemalige Schülerin der damals noch Hindenburg-Schule hat mich die Vernichtung des Mosaiks allerdings sehr geschmerzt. Wir waren so stolz auf unsere renovierte Schule mit dem wunderschönen Mosaik. Vor allen Dingen hat das Thema mich angeregt, mich mit Geschichte und Literatur zu beschäftigen. Der Pragmatismus des Herrn Döring ist aus seiner Perspektive nachvollziehbar, dennoch gibt es sicherlich ausser mir noch andere Mendener Bürger, die die Vernichtung des Mosaiks mit Wehmut betrachten. Vielleicht regen ihn die Bedenken des Denkmalschützers aus Münster an, das Werk in die geplante Wohnanlage zu integrieren und die Kosten dafür in Kauf zu nehmen.

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