Stadt stellt Sanierungsliste auf

Fröndenberg..  Die Stadtverwaltung hat eine Prioritätenliste für die Sanierung maroder Straßen aufgestellt. Die Aufstellung verzeichnet 22 Straßen in unterschiedlicher Länge. Die Mängel sollen in den kommenden fünf Jahren behoben werden. Der Fachbereich Tiefbau macht einen „erheblichen Rückstau“ bei der Reparatur und Sanierung aus.

Ganz oben auf der Liste stehen für das Jahr 2016 die Ringstraße, Feuerwehrstraße, Haßleistraße und Im Wiesengrund im Bereich der Gesamtschule. Bei den ersten drei Straßen will es die Stadt bei einer so genannten Dünnbettsanierung belassen. Dabei wird eine dünne Bitumenschicht aufgetragen. Im Bereich der Gesamtschule wird es deutlich aufwändiger. Dort muss die Deckschicht etwa vier Zentimeter abgefräst werden. Kosten alleine für diese Maßnahme: etwa 52 500 Euro.

Der Stadtrat hatte bereits beschlossen, dass ein jährliches Budget in Höhe von etwa 285 000 Euro für Reparatur und Sanierung der Fröndenberger Straßen zur Verfügung gestellt wird. Die Prioritätenliste wurde erstellt, um die Sanierung in geordnete Bahnen zu lenken – und um auch gegenüber Bürgern eine Argumentationshilfe zu haben. Schon mehrfach gab es Beschwerden von Bürgern, die sich unfair behandelt fühlten.

Hintergrund der Liste ist eine Bewertung aus dem Jahr 2004. Vor elf Jahren wurden die Straßen entsprechend Schulnoten in Zustandsklassen von 1 bis 6 eingeteilt. Die Straßen, die jetzt auf der Liste stehen, haben die – schlechten – Zustandsklassen 4 bis 6.

Diskussion am 21. April

„Eine Überprüfung hat ergeben, dass sich die bituminöse Fahrbahn auf den Straßen in einem schlechten Zustand befindet“, heißt es in dem aktuellen Bericht der Stadtverwaltung. Die Asphaltflächen seien veraltet und mit starken Rissen versehen. Noch ist offen, ob es bei der jetzt vorliegenden Prioritätenliste bleibt. Die Politik soll am 21. April im Bau- und Verkehrsausschuss über die Reihenfolge diskutieren. Für gewöhnlich sorgt dieser Tagesordnungspunkt noch einmal für Diskussionen. Immerhin: Für Anlieger wird die Sanierung eher günstig. Da bei den Bauarbeiten nur die Oberfläche der Straßen angegriffen wird, werden die Kosten nach dem Kommunalabgabengesetz auch nicht umgelegt.