Stadt informiert über Bauen und Wohnen

In der neuen Broschüre „Bauen & Wohnen“ informiert die Stadt Menden alle angehenden Eigentümer.
In der neuen Broschüre „Bauen & Wohnen“ informiert die Stadt Menden alle angehenden Eigentümer.
Foto: WP

Menden..  In einer neuen Broschüre „Bauen & Wohnen“ informiert die Stadt Menden alle angehenden Eigentümer, ob Häuslebauer, -käufer oder -sanierer, über die schier unendlich vielen Aspekte, die es beim Bauen zu beachten gilt. Der Ratgeber zu Grundstücken, Baurecht oder Planung ist ab sofort kostenlos im Bürgerbüro des Rathauses erhältlich.

Sebastian Arlt, Erster Beigeordneter der Stadt, betrachtet das weiße Heftchen als wichtige Handreichung, weil es neben den allgemein gültigen Regelungen auch zahlreiche Tipps enthalte, die auf den Erfahrungen der eigenen Verwaltungskräfte beruhe. Zudem seien Mendener Besonderheiten und Ansprechpartner erwähnt.

Mendener Satzungen

Zu den Besonderheiten zählt laut Simone Schulz-Theirich aus der Abteilung Planung und Bauordnung zum Beispiel die Mendener Satzungen zu Erhaltung und Gestaltung von Gebäuden. Ein kleiner Ausflug in die Baugeschichte der Stadt ist im Vorwort auch dabei: Nach mehreren Stadtbränden wurden die Mendener demnach bereits anno 1663 verpflichtet, nur noch Dachziegel aus Stein zu verwenden. Heute füllen allein die Regeln des Brandschutzes dicke Gesetzesbände.

Die sind in der Broschüre natürlich nicht enthalten – Motto: Man muss nicht alles wissen, sondern im Zweifel nur, wo’s steht. Stichwörter im Heft sind hier der Denkmalschutz, Sondernutzungen, die Abbruchgenehmigung, die Fragen der Ökologie und des Klimaschutzes, die Nutzungen von Gärten oder die häufig unterschätzten Nebenkosten etwa beim Kauf oder bei Erschließungen. Auch Gewässer- und Landschaftsschutz sind je nach Baugebiet zu beachten – zu allem und noch vielem mehr hat die kleine Broschüre etwas in petto.

Bürgerservice

Schließlich werden auch bau- und planungsrechtliche Begriffe von Abstandsfläche bis Stellplatz erläutert – tatsächlich auf Deutsch, so dass man nicht Architektur studiert haben muss, um zu verstehen, wovon hier die Rede ist. „Man merkt der Broschüre an, dass sie von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltungspraxis erstellt worden ist“, dankte Arlt allen Beteiligten an dieser besonderen Form von Bürgerservice. Auf einer Doppelseite bietet sie zudem eine komplette Übersicht zu den Abläufen der Baugenehmigungsverfahren, den normalen wie den vereinfachten. Wann sind Vorhaben genehmigungsfrei, wann nicht? Welche Prüfungen, welche Nachweise sind zu erbringen, und welche Fristen gibt es dafür? Auf alles steht hier eine Antwort – oder der Hinweis, wo es die Antworten gibt.

Denn auf der letzten Seite stehen alle Ansprechpartner aus dem Fachbereich Umwelt, Planen, Bauen im Rathaus mit Zimmernummer und Durchwahl. Dazu die Einladung, sich bei Fragen an die Verwaltungsexperten zu wenden.