Stadt eröffnet Eltern-Kind-Büro

Büro mit Spielecke und eigenem Arbeitsplatz: Kultfigur Bert (Sesamstraße), Gleichstellungsbeauftragte Heike Berkes und Bürgermeister Volker Fleige.
Büro mit Spielecke und eigenem Arbeitsplatz: Kultfigur Bert (Sesamstraße), Gleichstellungsbeauftragte Heike Berkes und Bürgermeister Volker Fleige.
Foto: WP

Menden..  Die Stadt will als Arbeitgeber ihrerseits einen Beitrag leisten zur Vereinbarung von Familie und Beruf. Ab sofort gibt es ein eigenes Büro für Notfallbetreuung mit Arbeitsplatz, Spielecke und Sanitäreinrichtung.

Mehr Sicherheit geben

Es passiert häufig dann, wenn kaum noch etwas zu organisieren ist: In aller Frühe kommt der Anruf der Tagesmutter, die sich überraschend krank meldet. Oder die Großeltern fallen für die Kinderbetreuung aus. Mütter und Väter haben dann häufig große Probleme und müssen ungeplant Urlaub nehmen oder ihre Überstunden – falls vorhanden – abbauen. Die Stadt will nunmehr ihren Mitarbeitern Sicherheit für Betreuung geben.

Gleichstellungsbeauftragte Heike Berkes und Bürgermeister Volker Fleige betonten gestern gegenüber der WP: „26 Prozent aller Beschäftigten bei der Stadt haben Kinder bis zum zwölften Lebensjahr. Sie alle kommen für das neue Angebot Eltern-Kind-Büro infrage.“

Fleige: „Der Verwaltungsvorstand begrüßt ausdrücklich die Schaffung dieses besonderen Büros. Dienstvorgesetzte sind überdies angehalten, verständnisvoll auf die Notfälle von Eltern zu reagieren.“

Fleige setzt zudem auf positive Effekte wie eine Verringerung von Fehl- und Ausfallzeiten und eine Erleichterung und Beschleunigung bei der Rückkehr aus der Elternzeit.

Angebot für mindestens ein Jahr

Heike Berkes: „Wir haben zwar keine Erfahrungswerte, gehen aber davon aus, dass es einen entsprechenden Bedarf gibt.“ Und der ist keinesfalls an der Mutterrolle festgemacht. Väter können mit ihren Kindern ebenso das Büro nutzen.

Am Mittwoch konnten Mitarbeiter der Stadtverwaltung erstmals den Raum im Dachgeschoss des Hauses Westwall 19 anschauen. Jetzt kommt es darauf, wie häufig er genutzt wird. Heike Berkes: „Wir wollen Eltern die Betreuungsmöglichkeit für ein Jahr verlässlich geben.“ Eine Erweiterung sei jederzeit denkbar.