Staatssekretär: A46 „gestorben“
27.05.2011 | 21:22 Uhr 2011-05-27T21:22:00+0200
Menden.(thb) Der Bau des A46-Abschnittes zwischen Menden und Neheim ist „gestorben“. Diese Aussage hat jetzt der Staatssekretär im Landesverkehrsministerium NRW, Horst Becker (Grüne), bei einem Treffen mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Sensburg (Hochsauerlandkreis) in Berlin getroffen und auf Nachfrage der WP gestern bestätigt. Eine weitergehende Erläuterung zu dieser Aussage war gestern aus der Landeshauptstadt nicht zu bekommen.
Überrascht von Beckers Aussage zeigte sich auf Nachfrage der Mendener Bundestagsabgeordnete Wolfgang Exler (CDU). Er habe bislang keine Hinweise auf das Aus für den A46-Lückenschluss. Horst Becker sei aber ein bekannter Gegner von Straßenneubauprojekten. Die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hingegen habe noch beim SIHK-Empfang betont, dass sie sich für den Weiterbau der A 46 einsetze.
10:56
Angesichts dessen das dieses Thema schon zu oft durchgekaut wurde, stelle ich mit Erschrecken fest das die vieler genau so weit denken können wie ihr Hirn vom Kirchturm fällt.
14:07
@#15
Nein, 2-spurig bis Hemer-Edelburg (B7n) reicht.
Gut finde ich, dass alle nun endlich zugeben, dass die Autobahn als durchgängige Straße nicht nötig ist, sondern dass eben nur eine Umgehunggstraße für Hemer gefehlt hat.
09:32
Genau, der Lückenschluß wird nicht gebraucht, daher Weiterbau bis Menden, wie es ja auch weiterhin geplant ist und gut ist. Mehr baruchen wir nicht, denn wie oben schon mal erwähnt, ist es ja dann nur noch Zielverkehr und zu ganz geringem Teil Durchgangsverkehr.
11:27
Auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) setzt sich gegen den Lückenschluss der A46 ein.
Denn die (nur) spekulativen Vorteile sind geringer als die sicher zu erwartenden Nachteile.
Mehr Infos und Hintergründe gibt es hier:
http://www.vcd.org/vorort/hagen-mk/themen/weiterbau-autobahn-a-46/
09:44
Lieber Schroll
auch sie sollten sich dafür einsetzen, dass der überregionale Schwerlastverkehr auf die Schiene verlagert wird. Da wo diese Art von Gütern wesentlich umweltfreundlicher und sicherer transportiert werden kann.
Gleichzeitig wird auf den zentralen Autobahnrouten damit Entlastung geschaffen und auch sie würden davon profitieren auf ihren Reisen nach München.
Menden sollte sich nicht opfern für ein falsche Verkahrspolitik und keine Autobahn mittig durch durch das Stadtgebiet akzeptieren. All die Nachteile sind bekannt und schon benannt, sei es die Zerstörung der Naherholungsgebiete, sei es der enorme Zuwachs an Schadstoffen, sei es der stete Lärm, die Versiegelung der Landwschaft usw. usw.
Helfen auch sie mit, lieber Schroll, die Fehlentwicklungen der Verkahrspolitik zu revidieren. Nur ein Bruchteil der zu erwartenden Kosten dieser Autobahn in die regionale Verkehrsinfrastruktur zu leiten, würde den Städten im Nordkreis wesentlich mehr helfen als eine zusätzliche Autobahn für den überregionalen Ost - West Güterverkehr.
05:00
Die A 45 galt in der Planungsphase auch als zerstörerisch. Die Leute, die sich gegen den Weiterbau der A 46 aussprechen, sollen mir ehrlicherweise mitteilen, welche Route sie Richtung München bei Einsatz ihres PKW`s nehmen? Die Brummifahrer brauche ich nicht zu fragen, wobei bereits heute feststeht, der Schwerlastverkehr wird in den nächsten 15 Jahren um 50 % zunehmen, damit wir alle in Europa bestens versorgt werden! Ich weiß, der fährt an Menden vorbei!
23:40
Wir brauchen die A46 nicht.
Uns geht es wirtschaftlich besser und wir haben weniger Staus als der durch zig Autobahnen und sonstige Straßen erschlossene Ruhrpott.
Das zeigt, dass viele (bzw. immer noch mehr) Straßen das Verkehrs- und Wirtschaftsproblem nicht lösen können, sondern durch Erzeugung von zusätzlichem Autoverkehr eher noch verschärfen.
Ich traue unserer Wirtschaft in Südwestfalen zu, dass wir mit dem Mut zur (Autobahn-)Lücke und intelligenten Alternativlösungen weiter gut leben.
Dazu gehört u. a. eine 2-spurige Umgehungsstraße (B7n) um Hemer vom bisherigen Autobahnende bis zur Edelburg (aber nicht weiter, denn Menden hat ja schon eine!), der Ausbau der Oberen Ruhrtalbahn Hagen - Wickede - Arnsberg - Warburg (-Kassel), die Reaktivierung der Oesetalbahn und zahlreiche Verbesserungen/Erleichterungen für Fußgänger, Radfahrer und Busfahrgäste.
Wir schaffen das - ganz ohne diese teure und zerstörerische Autobahn.....
21:44
Man sollte sich in Hemer nicht allzu sehr freuen, denn der Verkehr in Hemer würde auch dann nicht weniger werden, wenn die A46 gebaut würde. Wird sie jedoch nicht, weil gerade das Hemeraner Stück besonders kostenintensiv wird. Bergbaulicher Vortrieb über eine Zeit von 8-10 Monaten und totale geologische Unsicherheit, umfangreiche Wasserhaltung und Baubestandssicherung im Bereich Stübbecken machen diesen Teil des Projekts nicht nur politisch, sondern auch technisch unmöglich. Es gibt also keinen Grund zur Häme.
Wirtschaftlich gibt es sowieso keinen Grund für den Weiterbau. Das war von Anfang an nur ein Vorwand, den uns eine senile Lobbyisten-Riege aus Iserlohn und Umgebung zu verkaufen suchte.
20:57
Lieber Schroll,
die Autobahn wird für Menden nicht einen zusätzlichen Arbeitsplatz bringen. Es sei denn, auf Höhe des Dollen Franz würde eine Raststätte gebaut. Dann könnte dieser eventuell einen Koch und zwei Servierkräfte einstellen.
Welchen Wirtschaftsökonomen zitieren sie denn?
Was wir mit der Bahn bekämen, wären 80% überregionaler Ost - Westverkehr, der diese Strecke als Bypass für das Westhofener Kreuz nähme und dieser Verkehr flösse dann mittig durch Menden.
Dazu sage ich: Nein Danke.
Was Menden fehlt sind ausgewiesene Gewerbeflächen. Hier liegt noch viel Potential brach. Das ist exakt der Grund warum Unternehmen weggezogen sind bzw. sich nicht neu ansiedeln.
Autobahnen haben wir jedenfalls ringsum in kurzer Entfernung genug.
20:34
Die 6-8% die auch im Gutachten stehen? Sagt jedenfalls der Ausdruck davon in meinem Regal.