Sprachhilfe in Kitas läuft aus

Menden..  Nach einem Jahr der Verlängerung läuft das seit 2011 auch in Menden mit großem Erfolg durchgeführte Bundesprojekt „Frühe Chancen“ zur Sprachförderung von Kita-Kindern am Ende dieses Jahres aus. Wie es danach weitergehen soll, ist noch unklar – das wurde am Mittwochabend in der Sitzung des städtischen Ausschusses für Kinder - und Jugendhilfe deutlich. Dass es weitergehen soll, war dagegen Konsens.

„Der Ausbau der Plätze für Kinder unter 3 Jahre ist für die Sprachförderung eine große Chance“, sagte Nadine Huckschlag, die das Projekt für die Stadtverwaltung begleitet. Allerdings komme in diesem frühen Alter alles auf den Dialog mit dem Kind an, was einen entsprechend guten Personalschlüssel erforderlich mache. 25 000 Euro zahlt der Bund bisher jährlich an Kindergärten, in denen der Anteil der Kinder, die zuhause nicht Deutsch sprechen, über dem Landesschnitt von 21,8 Prozent liegt. Das ist in Menden in vier Kindergärten der Fall, von denen drei ins Programm kamen: die Kitas Vollmersbusch, Papenbusch und Arndtstraße. Antje Mündelein, Sprachförderkraft in der Schwerpunkt-Kita am Papenbusch, schilderte die Arbeit mit Kindern, Eltern und Erzieherinnen als höchst erfolgreich – und appellierte an die Politik, „diesen Weg weiterzugehen“.