Sportvereine sollen Flüchtlingen eine Heimat bieten

Fröndenberg..  Seit Mitte Februar gibt es den Patenschaftskreis für Flüchtlinge in Fröndenberg. Karin Eckei, Susanne van Engelant und Birgit Knappe hatten bereits im vergangenen Jahr angesichts der schwierigen Lebenssituation von Flüchtlingen in Wohncontainern die Idee, diesen bei der Erledigung alltäglicher Dinge zu helfen.

Am Dienstagabend traf sich der Patenschaftskreis zum zweiten Mal im evangelischen Gemeindezentrum Stift. Mehr als 40 Interessierte waren gekommen. „Es gibt heute 104 Flüchtlinge in Fröndenberg“, stellte Karin Eckei fest. „Und oftmals wird der Wunsch nach Hilfe geäußert.“ Um den Zeitaufwand nicht zu groß werden zu lassen, könnten auch Patenschaften geteilt werden.

Das Haus der Mitte in Stentrop sei im Mai wahrscheinlich für den Bezug durch Flüchtlingsfamilien fertig. „Wenn sie aus den Containern dorthin umziehen, bieten sich neue Möglichkeiten“, fuhr Karin Eckei fort.

Aus Altendorf berichtete Karin Eckei, dass dort im Obdachlosenasyl an der Schwerter Straße nur erwachsene Männer wohnen würden. Trotzdem sei es für diese schwierig, von dort aus nach Fröndenberg zu fahren oder an Sprachkursen teilzunehmen.

Transport zum Osterfrühstück

Christa Büscher habe in Altendorf schon viel geleistet, doch nun gebe es Probleme, die Flüchtlinge zum Osterfrühstück von Altendorf ins Gemeindehaus Stift zu bringen. Falls alle Stricke reißen würden, habe sich Pfarrer Paul Mandelkow bereit erklärt, die Kosten für ein Sammeltaxi zu übernehmen.

Am Montag, 13. April, wird das interkulturelle Café im Allecafé eröffnet. Dies soll dienstags ab 16 Uhr und samstagnachmittags geöffnet sein. Hier werden Anne Wahl, Marita Kohl und Kerstin De Bresser zuständig sein.

Wilhelm Schulze-Selmig wünschte sich für seine Flüchtlinge gebrauchte Fahrräder: „Ich habe die Gabe, die Leute zum Reparieren zu motivieren. Allerdings benötigen wir Schläuche in den Größen 26 und 28 Zoll.“ Von ihm kam auch die Anregung, die Stadt in den Patenkreis aufzunehmen, um auch finanzielle Unterstützung zu bekommen.

Klaus Grüne, Pate für sechs Flüchtlinge aus Eritrea, berichtete aus seiner Arbeit mit ihnen. Man müsse Plätze in Sportvereinen finden. Die jungen Leute spielten gerne Fußball und Volleyball und würden auch gerne Schwimmen gehen. Es gebe aber noch viel an der Zusammenarbeit mit den Sportvereinen zu verbessern. Auch er betonte, dass die Sprache das Wichtigste sei. Darüber liefe die Integration.

Jugendreferent Sebastian Richter bot an, alle mit der Flüchtlingsproblematik befassten Anlaufstellen zusammenzustellen und einen Paten-Leitfaden zu entwickeln. Auch ein Begrüßungsflyer für Flüchtlinge in vielen Sprachen wurde angedacht.

Am Mittwoch, 15. April, wollen sich die Paten zum Infoaustausch wieder im evangelischen Gemeindezentrum Stift treffen. Später soll dies zu einem Stammtisch im interkulturellen Café werden. Wer mit dem Patenschaftskreis Kontakt aufnehmen möchte, kann sich an Karin Eckei wenden: 02378/5124, E-Mail: die6eckeis@gmx.de.