Sport ist das wirksamste Medikament

Menden..  Beim ersten öffentlichen Montagstreff des Hospizkreises des Jahres ging es um das Thema: Wie kann man durch Bewegung Lebensqualität erhalten und mehren? Referentin des Abends war Dr. Sielhorst aus Hemer. Die Fachärztin, unter anderem für Sportmedizin, plädiert für mehr Bewegung im Alltag.

Für Kinder ist Bewegung ein natürliches Bedürfnis. Damit tragen sie zum Wohlbefinden ihres Körpers bei. Dagegen gestaltet sich der Tagesablauf eines Erwachsenen oftmals so, dass Bewegung zu kurz kommt, beispielsweise durch sitzende Tätigkeit am Computer, Benutzung des Aufzugs anstatt der Treppe, Freizeitgestaltung vor dem Fernsehgerät. Die Folgen sind: Nachlassende Muskelkraft, ein steigender Cholesterinspiegel und Anlagerung von sogenannten Schaumzellen an der Arterienwand. Bewegung und Sport sind angesagt, denn Muskeln wachsen durch Anforderung.

Die Referentin empfiehlt ein Ausdauertraining, indem man langsam beginnt mit einer Minute Walking oder einer Minute schnellem Gehen und zwei Minuten Pause im Wechsel. Der Puls sollte maximal 130 Schläge pro Minute erreichen.

Achtfaches Körpergewicht abfangen

Der Gewinn ist: Blutdrucksenkung, weniger Stresshormone, weniger Infekte, weniger Schmerzen (Arthrose), weniger Stoffwechselerkrankungen (Diabetes, Gicht, Herzinfarkt, Schlaganfall). Nicht zu unterschätzen ist die bessere körperliche Verfassung gerade für ältere Menschen, bei denen die Wahrscheinlichkeit größer ist, zu stürzen; denn im Fallen gilt es das achtfache Körpergewicht abzufangen.

Fazit des Abends: Bewegung ist das Medikament mit dem breitesten Wirkungsspektrum. Sport verbessert die Lebensqualität.