Spiegelglatte Straßen sorgen für Unfälle und Verspätungen

Menden..  Spiegelglatte Straßen – vor allem in den Nebenbereichen – haben gestern Morgen zu Unfällen im Straßenverkehr und Verspätungen bei den Bussen geführt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Bereits um 6.16 Uhr krachte es das erste Mal im Stadtgebiet – im Osterfeld. Eineinhalb Stunden später kam es zu einem Unfall auf der Bertingloher Straße. Kurz darauf gab es auf der Platte Heide zwei weitere Unfälle – zunächst auf der Eichendorffstraße, kurz darauf auf der Schlesienstraße/Ecke Manöverweg. „Oft passen die Autofahrer bei Glätte ihre Geschwindigkeit nicht an“, weiß Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski. „Wenn irgendwo steht, dass 50 km/h erlaubt sind, sollte man bei Glätte sicher lieber 30 km/h fahren. Viele stehen gerade im Berufsverkehr unter Zeitdruck und sind zu schnell unterwegs.“

Auch die Busfahrer der Märkischen Verkehrsgesellschaft hatten mit der Eisglätte am frühen Morgen zu kämpfen. „Unsere Leitstelle gibt normalerweise alle 30 Minuten einen kurzen Sachstandsbericht“, erläutert Pressesprecher Jochen Sulies. Gestern allerdings lag die letzte Info sechs Stunden zurück.

Alle Hände voll zu tun

„Die Kollegen haben an solchen Tagen alle Hände voll zu tun“, weiß Jochen Sulies. Dienste und Wagen müssen – je nach Anzahl der Ausfälle oder Verspätungen – neu disponiert werden. Gestern waren die Linien 21, 22, 27 und S3 betroffen. Die Linie 27 etwa meldete wegen der Glätte 30 Minuten Verspätung.

Die Busse der MVG sind anders als Pkw nicht mit Winterreifen unterwegs. In früheren Jahren wurde je nach Saison auf Sommer- beziehungsweise Winterreifen gewechselt. „Wir haben seit einiger Zeit ganz spezielle Traktionsreifen mit entsprechendem Profil, die auch für den Winter gut geeignet sind“, erklärt Jochen Sulies. Zudem fahre ein Bus bei Schnee und Eis oft sicherer als ein Auto: „Das liegt an der höheren Achslast. Bis die Reifen mal durchdrehen – das dauert.“