So funktioniert der Bahnhofsumbau

Fröndenberg..  Rein in die Kartoffeln und wieder raus. Wie das so ist auf einer Großbaustelle. Erst gestern haben die beiden DB-Elektriker alle Lampen über dem Zugang zur Bahnhofsunterführung Stück für Stück fachmännisch herausoperiert. Jetzt dürfen sie alle der Reihe nach wieder einschrauben, da die Bauleitung kurzfristig den Zeitplan geändert hat. „Die fangen jetzt da hinten an“, sagt der Mann auf der Leiter und deutet mit dem Daumen nach hinten zum Gleis 2. Baustart am Bahnhof. Für ein Gesamtinvestitionsvolumen von sechs Millionen Euro verpasst die Deutsche Bahn ihrer Haltestation in der Ruhrstadt eine frische Optik sowie eine zeitgemäße technische Ausstattung.

Für die Bahnpendler dürfte die Sanierung des Fußgängertunnels vom Bahnhofsvorplatz zu den Gleisen am Wichtigsten sein. Die Bahn spricht in ihrem Gesamtpaket von „Modernisierung der Personenunterführung“. Die Bahn plant auch den Einbau von Aufzügen. Geplant sind drei, kündigte ein Unternehmenssprecher der DB auf Nachfrage der WESTFALENPOST-Redaktion an.

Neue Beleuchtung geplant

Dazu soll eine neue Beleuchtung den gesamten Bahnhofsbereich heller und übersichtlicher machen. Die Bahn verspricht ein neues Wegeleitsystem und einen effektiven Wetterschutz, damit sich die Wartenden auf dem Gleis nicht weiterhin frierend von Regen und Schnee durchweichen lassen müssen. „Beschallung“ listet die DB außerdem in ihrem Erneuerungsprogramm auf – damit sollen die Lautsprecherdurchsagen künftig klar und deutlich zu verstehen sein.

Bahnsteig 76 Zentimeter hoch

Alle Bahnsteige werden im Zuge der Umbauarbeiten auf 76 Zentimeter angehoben. Am Bahnsteig von Gleis 11 fällt zusätzlich die Erneuerung der maroden Kante an. Das alles wird gut zwei Jahre dauern. „Die Gesamtfertigstellung aller Baumaßnamen ist für Ende 2016 angesetzt“, sagt der Düsseldorfer Bahnsprecher.

Kommende Woche soll der Bau der provisorischen Fußgängerbrücke zu den Gleisen hin beginnen. In den vergangenen Tagen fanden bereits die Vermessungsarbeiten statt. Nach dem Einhub der Brücke widmen sich die Bauarbeiter der Sanierung des Mittelbahnsteigs sowie der Fußgängerunterführung.

„Für den Bahnkunden entstehen keine betrieblichen Einschränkungen“, versichert der Unternehmenssprecher: Um problemlos hinüber zum Mittelbahnsteig zu gelangen, werde ja extra das Brückenprovisorium gebaut.

Die Züge halten während der Bauphase abwechselnd an den entsprechend freien Bahnsteigkanten. Das Wegeleitsystem soll den Passagieren jeweils schlüssig zeigen: Da geht’s lang.