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Sinti und Roma hinterlassen Müll in Menden

23.10.2012 | 11:00 Uhr
Sinti und Roma hinterlassen Müll in Menden
Hier türmt sich der Abfall: Bevor die Sinti und Roma nach dem Besuch von Ordnungsamt und Polizei abreisten, sammelten sie den Müll ein.Foto: Corinna Schutzeichel

Platte Heide. Sie sind zweieinhalb Wochen geblieben und haben zwei kleinere Müllberge hinterlassen. Die Sinti und Roma, die auf dem Parkplatz am Hülschenbrauck-Sportplatz ihre Zelte aufgeschlagen hatten, sind am Sonntag abgereist.

Das Ordnungsamt war täglich vor Ort. Die insgesamt zehn Familien, die mit zwölf Wohnwagen angereist waren, hatten eigentlich zugesagt, schon vor einer Woche abzureisen. Dann hatten sie als nächsten Termin den vergangenen Samstag genannt. Als dieser Termin wieder verstrich und die Wohnwagen immer noch am Hülschenbauck standen, rückte der Bereitschaftsdienst des Ordnungsamtes – begleitet von der Polizei – am Sonntagvormittag an. Per Lautsprecher-Durchsage wurden die Besucher aufgefordert, den Parkplatz mit ihren Wohnwagen zu verlassen. Nach „leichtem Überzeugungsdruck“, so Achim Richlik vom Ordnungsamt, räumten sie dann den Platz und steuerten ihr neues Ziel Köln an. Zuvor sammelten sie noch den Müll auf, den sie am Anfang und am Ende des Parkplatzes zusammenlegten. Für die Entsorgung des Abfalls hatte die Stadt im Vorfeld 250 Euro Kaution gefordert.

Warum hat das Ordnungsamt die fahrenden Gäste nicht schon viel früher weggeschickt? „Es gibt keinen Zielpunkt, an den wir die Sinti und Roma hätten schicken können“, erläutert Achim Richlik das Problem. Wenn also ein Mendener die Herbstferien in einem Wohnwagen am Hülschenbrauck hätte verbringen wollen, wäre es für das Ordnungsamt ein Leichtes gewesen, diesen Camper des Platzes zu verweisen. „Aber diese Leute haben eben kein Zuhause, in das wir sie hätten schicken können“, erklärt Achim Richlik.

Dass Sinti und Roma Menden besuchen, kommt mehrmals im Jahr vor, berichtet Achim Richlik. Zuletzt sei dies im Sommer gewesen, als das fahrende Volk drei Tage auf Battenfelds Wiese Station machte.

Corinna Schutzeichel



Kommentare
24.10.2012
12:42
Sinti und Roma hinterlassen Müll in Menden
von Granit | #7

Hat jemand etwas anders erwartet. Das es gegen diese Menschen Vorurteile gibt, habe die auch selber verschuldet und arbeiten auch fleiß daran.

24.10.2012
12:37
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Name von Moderation entfernt | #6

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23.10.2012
22:56
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Name von Moderation entfernt | #5

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23.10.2012
19:48
Sinti und Roma hinterlassen Müll in Menden
von sven200 | #4

3 Tage auf Battenfelds Wiese????Das war über eine Woche, es wurde lautstark gefeiert bis in die Nacht, geangelt in der Hönne, Gewaschen in der Hönne, Müll reingeworfen, Pavillions auf dem Gehweg aufgebaut usw.
Und alles unter Aufsicht vom Ordnungsamt.

23.10.2012
13:27
Sinti und Roma hinterlassen Müll in Menden
von taosnm | #3

Roma und Sinti haben und hatten schon immer ein anderes Weltbild, das wir nicht verändern können. Sie haben mit Duldung durch das Ordnungsamt anscheinend friedlich campiert, für die Müllbeseitigung ihren Obulus entrichtet und den Müll vor ihrer Abreise artig an zwei Stellen zusammengetragen. Über Belästigungen oder Straftaten wurde nichts bekannt. Das werden wir als vorgeblich aufgeklärte Gesellschaft gut ertragen können.

Anders sieht es in einigen Ruhrgebietsstädten aus, in denen Roma und Sinti sich fest niedergelassen haben und die Kriminalstatistik nach oben schnellen lassen, ohne dass es wirklich nachhaltige Handhabe dagegen gibt, von sozialen und Müllproblemen ganz zu schweigen. Die EU sorgte durch ihre Beschlüsse für Realitäten, an deren Bewältigung noch gearbeitet werden muss mit dem Spagat zwischen deutschem und EU-Recht.

23.10.2012
12:34
Sinti und Roma hinterlassen Müll in Menden
von karmapa | #2

Vielleicht sollten zu dieser Angelegenheit einmal Frau Dr. Gabriele Schulte-Kurteshi gefragt werden. Sie hat vor kurzem einen Bürgerantrag zur Errichtung eines Mahnmals für die in Menden verfolgten und getöteten Romas gestellt. Dagegen ist nichts einzuwenden, im Gegenteil solche Orte der Erinnerung und Mahnung brauchen wir.
So wie es aussieht haben die Romas aber gemeinsam mit den Sintis gerade schon selbst ein Mahnmal Ihrer Sozialisationsfähigkeit erstellt.
Eine Unterstützung für das Vorhaben von Frau Dr. Schulte-Kurteshi sind solche Aktionen aber bestimmt nicht.

23.10.2012
11:50
Sinti und Roma hinterlassen Müll in Menden
von eineausmenden | #1

Das totale Armutszeugnis für Herrn Richlik und das Ordnungsamt.
Ein Blick in die StVO/einschlägige Gesetze/Verordnungen reicht um jegliches Campen zu verbieten und das hat nichts mit Zuhause zu tun. Die Sinti und Roma (sonst wird hier wieder gelöscht) haben in D-Land auch keine feste Anschrift weil sie aus Frankreich kamen. Jedes Fahrzeug in Frankreich ist angemeldet, so wie bei uns, also gibt es dort auch eine Meldeadresse.
Mit welcher Begründung hat es den das Ordnungsamt es jetzt geschafft das die Besagten abziehen? Zu Kaffee und Kuchen in Köln eingeladen? Was gedenkt das O-Amt gegen den weiteren Mißbrauch zu tun? Wieder jahrelang die Augen verschliessen?

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