Selbst vereinzelt Abneigung gespürt

Leserbrief „Sternsinger“
„Natürlich“ ist „erbettelt’’ wohl nicht die richtige Wortwahl gewesen. Mit Sicherheit hat der Verfasser des Textes es auch nicht sooo.... gemeint. Grundsätzlich schließe ich mich den Worten von Pastor Uwe Knäpper an.


Als ich vor 40 Jahren meine Runden mit drehbarem Stern durchs Dorf/Stadtteil (Hüingsen) gedreht habe, kamen uns vereinzelt Abneigung, Desinteresse und Beschimpfungen wie „Geht woanders betteln, die Kirche hat genug Geld“ entgegen.


Das hat uns vier, fünf Schüler – darunter ein Sterndreher und ein älterer Begleiter – schon ein bisschen gekränkt... Schwamm drüber! Kein Problem, die Adresse wurde durchgereicht und nicht mehr angelaufen. Das beste Heilmittel gegen solch’ betrübende Ereignisse waren und sind wahrscheinlich auch heute noch jene Bürger (ob alle Christen waren, weiß ich nicht), die uns freundlich und herzlich in ihre Wohnung oder Wohnzimmer einluden, um dort zu singen.


Und so geschah es – bei der letzten Strophe „So leuchte Euch heut wie den Weisen der Stern – gebt eure Geschenke den Kindern, dem Herrn“ –, dass unser besonders großer und drehbarer Stern sich wie ein Zahnrad in die zwölfarmige Deckenleuchte einklinkte und diese wie eine Diskokugel drehte – und alle lachten, und die Augen leuchteten fröhlich vor Freude! Diese Freude am Sternsingen wünsche ich weiterhin allen Beteiligten und freue mich auf nächstes Jahr, wenn die Sternsinger kommen und singen und sammeln.


Peter Frieling (Tischlermeister), Fröndenberg