Sechs Klassen sehr unwahrscheinlich
09.11.2011 | 18:09 Uhr 2011-11-09T18:09:00+0100
Menden/Fröndenberg.Die künftige Mendener Gesamtschule wird zunächst vierzügig geplant. Dass sie sechs Eingangsklassen erhält, ist trotz der 167 Eltern, die sich für die neue Schulform in einer Befragung ausgesprochen hatten, höchst unwahrscheinlich: Denn die Bezirksregierung werde „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ eine Sechszügigkeit nicht genehmigen. Diese Auskunft erteilte gestern die Mendener Schulverwaltung.
25 Schüler pro Klasse sind derzeit in Nordrhein-Westfalen der Richtwert. Das Elternvotum der jüngsten Befragung würde also für gut sechs Klassen reichen. Dieser Rechnung wird die Bezirksregierung Arnsberg aber offenbar nicht folgen. Sechs Eingangsklassen würden die Gesamtschule Fröndenberg gefährden, befürchtet die Genehmigungsbehörde: Denn in den zurückliegenden Jahren profitierte die Gesamtschule Fröndenberg von Schüleranmeldungen aus Menden. Je mehr Schüler aus Menden wegblieben, desto mehr würde die Gesamtschule in Fröndenberg schrumpfen.
Chancen hat allenfalls noch eine fünfzügige Mendener Gesamtschule. Dafür könne es möglicherweise eine Ausnahmegenehmigung geben, erklärten Dieter Michel und Gabi Wesselmann von der Mendener Schulverwaltung.
Der Schulausschuss sprach sich gestern Abend angesichts dieser Sachlage einstimmig dafür aus, bei der Bezirksregierung Arnsberg eine vierzügige Gesamtschule zu beantragen. Wenn im Frühjahr die realen Anmeldezahlen für die Gesamtschule vorliegen, soll eine mögliche Fünfzügigkeit beraten werden.
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