Scouts für deutsche Sprache
18.11.2010 | 18:46 Uhr 2010-11-18T18:46:00+0100
Menden.Sprache lernen als ersten Schritt zur Integration - das ist das Ziel des Projektes „Sprache verbindet“ des Rotary Clubs Menden.
Seit zwei Jahren unterstützen die Rotarier Migrantenkinder und ihre Familien. Zur Zeit sind 40 Kinder aus den verschiedensten Ländern in der Förderung. Die 16- bis 19-jährigen Scouts (Schüler des Walburgisgymnasiums) besuchen die Grundschul- und Kindergartenkinder ein- bis zweimal pro Woche in den Familien und versuchen, ihnen spielerisch die deutsche Sprache zu vermitteln. Dabei übernimmt der Rotary Club die Hälfte der Kosten für die Unterrichtsstunden. Bei Fragen und Problemen steht jederzeit ein Pate des Clubs zur Verfügung, der den Scouts und den Migrantenfamilien helfen kann.
Zu den 40 Scouts gehört auch Janice Nürnberger (16). Sie ist seit dem letzten Jahr Scout bei „Sprache verbindet“ und besucht wöchentlich den 9-jährigen Türken Enes.
Die 16-jährige Schülerin ist begeistert von dem Projekt. „Es macht mir Spaß, den Kindern zu helfen und es freut mich, dass man ihnen eine Chance gibt! Auch für uns Scouts ist es interessant, fremde Kulturen kennen zu lernen und es ist toll, wie wir von den Familien aufgenommen werden.“ Auch der kleine Enes versichert, dass ihm die Nachhilfe viel Spaß mache und er sich immer auf den wöchentlichen Besuch freue.
Ein weiteres Beispiel ist der russische Junge Alex (9). Er bekommt seit letztem Jahr Hilfe durch „Sprache verbindet“. Auch sein Scout, Moritz Litterst (16), ist von der Arbeit in den Familien begeistert. Er findet es sehr gut, dass man den Kindern diese Möglichkeit bietet und somit den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft legt. „Die Nachhilfe hilft mir und es macht Spaß mit dir zu lernen“, stimmt Alex zu. Auch die Eltern der Schüler sind mit der Arbeit sehr zufrieden. Das Grundhandwerk erlernen die Scouts bei den jährlichen Lehrgängen. Neben vielem Lesen, Schreiben und Sprechen darf bei den Kindern auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen.
Gelegentlich treffen sich auch alle Scouts mit ihren Schützlingen zu einer gemeinsamen Aktion. Im Sommer gab es einen gemeinsamen Gang über die Landesgartenschau in Hemer, der ein positives Feedback von allen Seiten bekommen hat.
„Sprache verbindet“ ist ein Projekt, das den Kindern eine Chance gibt, den Anschluss in der Schule zu halten. Die gemeinsamen Stunden in den Familien werten sowohl die Scouts als auch die betreuten Kinder als eine positive Erfahrung.
23:00
Die Verpanschung der Sprachen untereinander ist unerträglich. Das beginnt mit solchen Kleinigkeiten und endet auf Bahnhöfen mit Hinweisen wie Service Center, während vor allem ältere Menschen vergeblich nach dem Fahrkartenschalter suchen.
Im Falle dieser Schnapsidee kann man nur hoffen, dass es sich um keine Jugendlichen handelt wie die, von denen ich Poesiealben gesehen habe. Freunde und Freundinnen hatten dort auf wenigen Seiten Dutzende von Fehlern gegen ihre deutsche Muttersprache verübt. Hoffentlich führt hier nicht der sprichwörtlich Blinde einen anderen Blinden.
18:41
Da muss ich Nr. 1 recht geben, wie kann man nur den Kindern deutsch beibringen wollen, wenn man dafür den Namen als Lehrperson scout verwendet. Da hat Rotary ein echtes deutsches Eigentor geschossen. Peinlich!
15:41
Bei dem Thema den Begriff SKAUTS zu gebrauchen, das ist schon ein echtes Eigentor der Redaktion.
Wo sitzen denn deren Leser, in Wales, Südaustralien, Westkanada oder im Ruhrgebiet?
Deutschland ist keine angloamerikanische Kolonie, auch wenn manche Bonzen aus Großindustrie und Hochfinanz das gerne so hätten!