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Hebammensprechstunde

Schwangeren anonym helfen

20.01.2012 | 16:22 Uhr
Schwangeren anonym helfen
Sie stellen die neue anonyme Hebammensprechstunde vor: (von links) Denise Berner, Linda Riecke und Lydia Piltz. Die monatlichen Sprechstunden finden im Büro der Familienlotsinnen in der Bahnhofstraße 16 statt. Foto: Martina Dinslage

Menden.Anonym und offen für alle Schwangeren: Ab der nächsten Woche wird in Menden regelmäßig eine Hebammensprechstunde angeboten.

Das Projekt startet im Rahmen der „Frühen Hilfen“. Hier steht mit verschiedenen Angeboten die Betreuung junger Familien im Mittelpunkt. Die Hebammensprechstunde ist nun ein weiterer Baustein der „Frühen Hilfen“. Jeweils am letzten Mittwoch eines Monats – erstmals am 25. Januar – steht eine Hebamme von 10.30 bis 12 Uhr im Büro der Familienlotsinnen (Bahnhofstraße 16, gegenüber von Niehaves) zum Gespräch und zur Beratung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zur Verfügung.

Hilfe im Vorfeld

„Die ,Frühen Hilfen’ verstehen sich als Hilfe im Vorfeld“, erläutert Martin Schmidt, der die „Frühen Hilfen“ bei der Stadt Menden koordiniert. Die Idee zur neuen Hebammensprechstunde sei beim Jahrestreffen der Projektteilnehmer entstanden. Durch die Sprechstunde soll ein niederschwelliges, anonymes Angebot für diejenigen Frauen geschaffen werden, die von sich aus vielleicht nicht den Kontakt zu einer Hebamme – zum Beispiel in einem Geburtsvorbereitungskurs – suchen würden. „Die Frauen können sich dann erst mal informieren, was ihnen zusteht, welche Ansprüche sie haben“, erläutern die Hebammen Denise Berner, Lydia Piltz und Linda Riecke, die die Sprechstunde abwechselnd übernehmen. So stehe zum Beispiel jeder Frau ab Feststellung der Schwangerschaft bis zum ersten Geburtstag des Kindes eine Hebammenbetreuung zu. Zudem können sich die werdenden Mütter über Themen wie Geburtsvorbereitung (Was muss in die Kliniktasche? Was tun bei vorzeitigen Wehen?), die erste Zeit mit dem Baby (Was braucht man fürs Wochenbett? Welche amtlichen Dinge müssen erledigt werden?) und andere Themen beraten lassen.

Die schwangeren Frauen können sich kostenlos informieren. Auch müssen sie keine persönlichen Angaben machen, da die Sprechstunde nicht mit der Krankenkasse abgerechnet wird. Die Kosten für die monatlichen Sprechzeiten werden von der Stadt aus Mitteln der Jugendhilfe getragen. „Diese Präventionsarbeit ist auf lange Sicht sicherlich billiger als wenn es später zu einer langwierigen Betreuung kommt“, erläutert Lydia Piltz.

Kontakt außerhalb der Hebammensprechstunde: Telefon 903-530 (Familienlotsinnen).

Corinna Schutzeichel

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