Schulze (AfD) will Pegida-Debatte mit Fleige

Sebastian Schulze AfD-Sprecher
Sebastian Schulze AfD-Sprecher
Foto: Josef Wronski/IKZ
Was wir bereits wissen
Mit einem Gesprächsangebot an Bürgermeister Volker Fleige reagierte jetzt Sebastian Schulze, Kreis-Pressesprecher der AfD, auf den WP-Artikel zu Fleiges Facebook-Freunden.

Menden. Mit einem Gesprächsangebot an Bürgermeister Volker Fleige reagierte jetzt Sebastian Schulze, Kreis-Pressesprecher und stellvertretender Bezirkssprecher der „Alternative für Deutschland“, kurz AfD, auf den WP-Artikel zu Fleiges Facebook-Freunden. Wie berichtet, löste sich der Bürgermeister nach eigenen Angaben kürzlich von etwa 20 Facebook-Freunden, die im Internet ihre Sympathie für Pegida („Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“) oder auch für die AfD bekundet hatten.

Ein neues Programm, das im Internet große Diskussionen auslöste, vereinfachte die „Entfreundungen“. Der Bericht über Fleiges Vorgehen sorgte nicht auf Facebook, sondern auch auf den Internetseiten unserer Mediengruppe für große Resonanz.

Schulze zeigt sich indes „sehr verwundert“ darüber. Als Direktkandidat der AfD im Märkischen Kreis habe Fleige ihn bereits vor Monaten bei Facebook gesperrt, nachdem er „etwas über den Politikdarsteller Martin Schulz (SPD) aus Brüssel und dessen Größenwahn“ auf Fleiges Facebookseite gepostet hatte. Schulze sieht sich inzwischen bestätigt: Martin Schulz, Präsident des EU-Parlaments, habe für die Kandidatur zum Kommissionspräsidenten laut Medienberichten rund zehn Millionen Euro an Steuergeldern „verschleudert“.

Obwohl oder gerade weil er Bürgermeister ist, sei Fleige „nicht richtig im Bild darüber, was die AfD fordert“, erklärt Schulze weiter. Auch habe sich der Bürgermeister scheinbar nicht richtig darüber informiert, was Pegida einfordert: „Sonst wäre diese billige Stigmatisierung von Menschen, die ihr Recht auf friedliche Demonstration ausüben, wohl nicht erfolgt.“

Daher wolle er Fleige „in aller Öffentlichkeit“ das Angebot machen: „Lassen Sie uns reden. SPD versus AfD. Öffentlich. Gerne im Rathaus. Gerne vor Publikum. Gerne nehmen wir das Gespräch auf Video auf und stellen es über die sozialen Medien zur Verfügung. Gerne ist die Presse dabei“, so Schulze wörtlich. So könne sich jeder Bürger die Argumente in Ruhe anhören. „Je mehr Menschen dabei sind, desto besser.“ Als Themen schlägt Schulze vor: „Eurowahnsinn, EU-Diktatur, Einwanderung braucht klare Regeln, und den Freihandel.“

„Stilles Löschen von Menschen“

Als „höchst bedenklich“ bezeichnet Schulze dagegen „das stille Löschen von Menschen mit einer anderen Meinung von der Facebookseite und das einseitige ,Nachtreten’ über die Presse, ohne auch nur einen Austausch von Argumenten anzustreben.“ Vom Bürgermeister dazu etwas zu hören, würde ihn freuen.