Straßenverkehr
Schüleridee für Mitfahrzentrale
12.01.2010 | 09:00 Uhr 2010-01-12T09:00:00+0100
Menden. Schüler des Walburgisgymnasiums haben ein Konzept für eine Mitfahrzentrale in Menden ausgearbeitet. Das Projekt, so ihr Argument, könnte die Straßen und die Umwelt entlasten.
„Einfach mitfahren” lautet der Projektname, und funktionieren soll es so: Wer anderen eine Mitfahrgelegenheit im eigenen Auto anbieten will oder bei anderen im Wagen mitfahren möchte, meldet sich auf dem Internetportal des Projektes an. Alle Teilnehmer erhalten Ausweise. Für die Autos gibt es Aufkleber, welche die Wagen als Mitfahr-Fahrzeuge kennzeichnen. An festgelegten Knotenpunkten entlang der Hauptverkehrsstraßen in Menden werden Zusteigemöglichkeiten eingerichtet, quasi die „Haltestellen” des Projektes.
Um die Mitfahrzentrale zu finanzieren, schlagen die Schüler eine eigene „Währung” vor: Chips zu 20 Cent das Stück. Mitfahrer kaufen sie bei der Mitfahrzentrale und bezahlen ihre Fahrer je nach Fahrtstrecke. Die Fahrer wiederum können die Chips für 15 Cent bei der Zentrale einlösen und so die Spritkosten refinanzieren. Die Differenz von 5 Cent geht an die „Verwaltung”.
Die Idee zum Konzept kam dem Roboterteam ganz simpel beim Blick auf die Straße. Denn sehr viele Autos in Menden sind nur mit einer Person besetzt. Dafür gibt es sogar einen Beleg: Laut einer offiziellen Verkehrsuntersuchung aus 2003 sitzt in 64,4 Prozent der Autos nur der Fahrer. Eine Mitfahrzentrale, so das Argument der Schüler, würde Umwelt und Verkehr entlasten.
Gestern stellte das Roboterteam sein Konzept der Mendenern FDP vor. Der hiesige FDP-Vorsitzende Markus Sälzer lobte die „innovative Truppe”, die das Konzept sogar komplett auf Englisch vortragen konnte, für die Idee. „Wir machen uns Gedanke über die Umsetzbarkeit”, versprach er.
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