Schon 70 Geschenke für Versteigerung

Marion Klein, stellvertretende Leiterin des Bürgerbüros, nimmt Auktionsgegenstände von WP-Redakteurin Pia Maranca entgegen.
Marion Klein, stellvertretende Leiterin des Bürgerbüros, nimmt Auktionsgegenstände von WP-Redakteurin Pia Maranca entgegen.
Foto: WP

Menden..  70 Präsente sind bereits im Bürgerbüro abgegeben worden: vom elektronischen Handtucktrockner, über den Schnellkochtopf und einen Fahrradhelm bis zum Weinglassortiment. Die Geschenke sollen bei der ersten Dreikönigsauktion der Stadt am Samstag, 10. Januar, ab 10 Uhr im Ratssaal versteigert werden (die WP berichtete).

Drei bekannte Mendener werden die Auktionatoren sein: André Schweins aus der WP-Chefredaktion, Ratsherr Andreas Salmen (Grüne) und Landwirt Heinz Scheffer. Sie wollen ein möglichst hohes Gebot für jedes Versteigerungsobjekt erzielen: 20 Prozent des Gebotes kommen der WP-Aktion „Mendener in Not“ zu gute.

WP-Redakteurin Pia Maranca schickt drei unerwünschte Geschenke in die Auktion:

Eine Handyhülle für ein i-Phone 5. Ein bunter Wochenkalender. Das Kombinationsspiel „Eckolo“. Unter anderem diese drei Geschenke lagen für mich unter dem Weihnachtsbaum. Sie eint: Sie sind schön, ich kann sie aber leider nicht gebrauchen. Deshalb sollen sie jetzt bei der Dreikönigsauktion der Stadt versteigert werden – meistbietend natürlich. Denn 20 Prozent des Erlöses kommen der WP-Aktion für Mendener in Not zu gute. 80 Prozent erhält der alte Besitzer.

Mitmachen darf jeder. Und so funktioniert es: Ich gebe meine drei unerwünschten Geschenke im Bürgerbüro ab. Marion Klein, stellvertretende Leiterin, und ihr Team nehmen sie entgegen. Der Aufwand ist groß: Für jedes Geschenk füllen sie einen kurzen Abgabe-Vertrag aus. Sollte das Geschenk nicht versteigert werden, kann ich es mit einer Kopie des Vertrags wieder im Bürgerbüro abholen.

Je ein Vertrag für ein Geschenk

In den Vertrag trägt Marion Klein auch Informationen zum Präsent ein: Größe, Funktion, Design – sowie ein Mindestangebot. Ich bleibe bei allen dreien zwischen 4 und 6 Euro als Startgebot.

Die Geschenke müssen neuwertig und funktionsfähig sein. Lebensmittel, Tiere, Pelze, und alkoholische Präsente werden nicht angenommen. Die Geschenke können noch bis Freitag, 9. Januar, 13 Uhr, während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros dort abgegeben werden.

Die Versteigerung am Samstag soll dann vor allem ein witziger Zeitvertreib werden: „In anderen Städten läuft eine solche Auktion bereits sehr gut“, sagt Hannelore Pifczyk vom Bürgermeisterbüro. Manch eine Kommune veranstalte diese Form von Versteigerung sogar mehrmals im Jahr.

Die Vorteile: Der eine entdeckt ein schönes Geschenk. Der andere sorgt für Platz in Schränken und Regalen, bessert sein Taschengeld auf und sorgt gleichzeitig für einen Erlös für notleidende Mendener. Das Team des Bürgerbistros bietet am Samstag Essen und Getränke an. Dazu soll es ein kleines Kulturprogramm mit Tanzvorführung geben.

Direkt am Samstag bezahlen

Wer ein Geschenk ersteigert, der bezahlt direkt am Samstag im Bürgerbüro, bar oder per EC-Karte. Der Geschenke-Geber erhält den Betrag per Überweisung aufs Konto. „Die angegebenen Daten werden nach 14 Tagen wieder gelöscht“, sagt Marion Klein.

Übrigens: Mit der Schenkenden habe ich die Zweitverwertung ihrer Präsente per Auktion abgesprochen: Damit beim nächsten Treffen nicht plötzlich auffällt, dass die Handy-Hülle gar nicht auf mein Mobiltelefon-Modell passt.