Salsa: Politiker wollen Kompromiss

Menden..  Mit einem Kompromissvorschlag versucht die Politik einen Balanceakt zwischen dem Ansinnen der Mexican Bar „Salsa“ nach mehr Außengastronomie und dem Interesse der katholischen Kirchengemeinde St. Vincenz: Sie hatte sich gegen die Ursprungspläne des Salsa-Betreibers ausgesprochen, der zusätzlich eine acht Meter lange Fläche für Tische, Bänke und Schirme vor der Vincenztreppe haben wollte. Dies soll er auch nicht bekommen, erklärte im Bauausschuss am Donnerstag der CDU-Sprecher Hubert Schulte.

Die Blickachse vom Bahnhof zur Vincenzkirche solle erhalten bleiben. „Das bedeutet, dass die Kaskaden in der Treppe auf breiter Front frei bleiben. Da müssen auch weiterhin Kinder planschen können.“

Zugleich zeigte auch die Union Verständnis für das Anliegen des Gastronomen, das den alten Rathausplatz zusätzlich beleben könne. Aus diesem Grund hatte Dr. Sven Langbein für die SPD zuvor beantragt, dem Salsa die zusätzliche Fläche zu erlauben – worauf die CDU eine Beratungspause beantragte. Danach stand die Kompromiss-Idee: Das Salsa könne zur Seite des Geschichtsbrunnens hin eine sechs Meter lange Zusatzfläche belegen. Dies würde weder die Kirchenbesucher noch sonstige Nutzer der Treppe beeinträchtigen. Zugleich sei aber festzuhalten, dass die Gastro-Fläche dem Mendener Sommer, der Pfingstkirmes oder dem Wochenmarkt keinen Platz wegnehmen, an solchen Veranstaltungstagen also nicht aufgebaut werden dürfe, sagte Schulte. Dies sei versuchsweise zu genehmigen.

Allerdings machte Schulte auch deutlich, dass er dafür das Einverständnis der Gemeinde als Voraussetzung betrachtet. Die Gemein de ist Eigentümerin der Treppe sowie eines Geländestreifens davor.

Annahme der Idee noch offen

Fachbereichsleiter Frank Wagenbach hatte zuvor erklärt, dass die Gemeinde nichts gegen einzelne Veranstaltungen wie „Menden karibisch“ an ihrer Treppe einwende. Nur ein dauerhaftes Zustellen, das sei mit dem Kirchenvorstand um Engelbert Sauer nicht zu machen.

Trotz des mehrheitlichen Jas im Ausschuss gegen die Stimmen von Grünen und Linken: Ob die Testphase kommen wird oder nicht, muss sich zeigen. Die Kirchentreppe bliebe so zwar zu großen Teilen frei, und das Salsa könnte mehr Platz nutzen. Entscheidend wird aber sein, ob der Betreiber den langen Weg zu den neuen Tischen als sinnvoll ansieht – und ob die Kirche den Kompromiss annimmt.