Rittergut: Stadt darf nicht fotografieren
02.07.2010 | 21:08 Uhr 2010-07-02T21:08:00+0200
Menden.
Für gut 800 000 Euro hatte die Stadt das Gut Rödinghausen gekauft - aus Angst, die NPD könnte dort ein Schulungszentrum errichten. Doch richtig Herr im Haus ist sie nicht: Ihr gehören die Möbel nicht, sie darf sie auch nicht fotografieren.
Sie machen den Charme des historischen Gebäudes aus: die alten Möbel, die vom früheren Glanz des Adels zeugen. In der Kaufsumme für das Rittergut waren sie allerdings nicht enthalten. Das heißt: Der Stadt gehören zwar - auf Erbpacht - die Gemäuer, aber nicht die Möbel. Diese befinden sich weiter im Besitz der Familie Dücker-Plettenberg.
Es soll zwar Angebote gegeben haben, dass die Stadt auch die Möbel pachten und versichern könnte, das wurde aber aus finanziellen Gründen verworfen. Damit besteht jetzt die etwas bizarre Situation, dass die Stadt fremde Güter in ihren Räumen hat, dafür aber keine Miete nimmt. Wie aus dem Rathaus zu hören war, hält man hier still, um nicht auf anderen Feldern in mögliche Konflikte mit der Adelsfamilie zu kommen.
Die Stadt kann in ihren eigenen vier Wänden aber dadurch auch nicht tun und lassen, was sie will - zum Beispiel fotografieren, wenn Möbel mit im Bild sind. Der Mendener Rechtsanwalt , der Dücker-Plettenberg vertritt, hatte dies der Stadt mitgeteilt und wollte nach WP-Informationen auch nachträglich keine Genehmigung für die Bilder erteilen, die in dem Gutachten zur Weiternutzung abgebildet waren.
Kein Käufer in Sicht
Im Einzelfall scheint der Anwalt, der gestern für die WP nicht zu erreichen war, aber kulant zu sein. So berichtet Dr. Gabriele Schulte vom Varnhagen-Kolleg, dass sie aus der Kanzlei zumindest eine mündliche Zusage habe, dort für Schulzwecke Fotos machen zu dürfen. Bei der Verwendung für das Rittergut gibt es keine Neuigkeiten: Es ist kein Käufer in Sicht.
15:04
Leo.............du hast Recht. Miete für den Unterstand der Möbel.... da bekommt die Stadt mal ein wenig zurück.............aber passieren wird das so oder so nicht. LEIDER!
13:37
Na, da gibt’s nur eins. Die Möbel vom Eigentümer abholen lassen oder Gebühren für die Unterstellung verlangen. Wer schon die Stadt erpresst mit einem Verkauf der Güter an die NPD und jetzt sie noch mehr ausnehmen möchte der muss mit Konsequenzen rechnen!
19:08
Und man sollte die braune Brut gleich mit aus der Stadt jagen...
14:57
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14:06
Es scheint keiner bei der Stadt ernsthaft Verträge lesen zu können.
Ich bin mal wieder schockiert.
13:08
Dass diese Stadt pleite ist, ist bei diesen Deppen in der Stadtverwaltung kein Wunder. Wieso werden die Verantwortlichen nie selbst zur Kasse gebeten wegen ihrer Narreteien?
Noch besser ist aber die Stadtverwaltung Dortmund, die Ihr Rathaus und andere Gebäude verramschen muss, um eine alte Bruchbude auf der Rheinischen Straße zu kaufen, in denen einige rechte Jugendliche ein Ladenlokal gemietet haben.
12:04
@ #13 Das wäre ja auch noch schöner, wenn die NPD von dem Nepp profitiert hätte :-)
Ich denke mal, viele, die hier vom Wurm sprechen, der in Menden steckt, haben da nicht so ganz unrecht.
Zu hoffen bleibt, dass er sich nicht weiter vermehrt.
Aber ich denke, das Risiko besteht mindestens bis zum Ende der Wahlperiode, solange wir noch einen US-Fraktionsvorsitzenden haben :-)
Ui, jetzt krieg ich bestimmt gleich wieder Haue von den getreuen Vasallen hier, weil ich Herrn H. angegriffen habe :-)
11:49
Und für diesen Mist hat sich der Ex-Bürgermeister richtig feiern lassen. MAn kann wirklich nur noch den Kopf schütteln.
11:49
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10:36
Zitat aus dem Artikel:
Wie aus dem Rathaus zu hören war, hält man hier still, um nicht auf anderen Feldern in mögliche Konflikte mit der Adelsfamilie zu kommen.
...andere Felder.... ? ? ?
Was ist den da wohl noch alles nich im richtigen Rahmen....???