Ritter wollen ins alte Hospiz ziehen

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Menden..  Die Rittersleut haben ein Puppenhaus gebaut. Zumindest sieht das Modell des alten Hospizes von Menden ein wenig so aus. Aufklappen lässt es sich auch noch. Mit dem Miniaturhaus kommt der Förderverein Hochmeister Deutschorden zum Mendener Frühling. Auf dem Mittelaltermarkt wollen die Hobbyritter aus Berlin für ihre Idee werben, selber ins alte Hospiz einzuziehen – mit den Vereinsräumen und einem Rittermuseum.

Besuchermagnet beim „Frühling“

Bereits im vergangenen Sommer hatte der Berliner Verein seine Idee erstmals öffentlich gemacht. Zuvor waren die „Deutschmeister“ beim Mittelaltermarkt ein Besuchermagnet gewesen. Obwohl es still wurde um diese Idee, halte man daran fest, betont der Vereinsvorsitzende André Schuchardt.

Die Stadtverwaltung bestätigt auf Nachfrage der WESTFALENPOST die „wohlwollende Unterstützung“ für ein mögliches Mittelaltermuseum im alten Hospiz. Es sei eine denkbare Option und werde von Bürgermeister Volker Fleige befürwortet, wie Stadtmarketingbeauftragter Josef Guthoff erklärt. Für André Schuchardt ist das Verfeinern der Pläne geradezu „Chefsache“ im Rathaus.

Offen ist leider wie bei so vielen Ideen noch die Finanzierung. Der Förderverein Hochmeister Deutschorden könne die Vereinsräume und das Rittermuseum nicht allein bezahlen, sagt André Schuchardt. „Wir hoffen auf Sponsoren.“

Diese Suche ist auch einer der Gründe für das Hausmodell beim kommenden Mittelaltermarkt. „Das Modell ist 1,20 Meter lang, circa 1 Meter hoch und 65 Zentimeter tief.“ Das Dach und eine Fassadenseite lassen sich aufklappen. „Dadurch erhält der Interessierte einen Einblick in das Innere des Museums.“ Ein Nutzungskonzept sollen die Besucher des Mittelaltermarktes ebenfalls einsehen können.