Riesen-Bärenklau ist ein alljährliches Übel

Ganz schön ausgebreitet hat sich der Riesen-Bärenklau auf dem Fahrradweg zwischen Menden und Fröndenberg.
Ganz schön ausgebreitet hat sich der Riesen-Bärenklau auf dem Fahrradweg zwischen Menden und Fröndenberg.
Foto: Privat
Leser berichten von wucherndem Riesen-Bärenklau in den Ruhrwiesen. Die Stadt Menden versicherte, dass man sich des Problems bewusst sei und alles dafür tue, das Problem einzudämmen. Die Stelle steht jedoch weit unten auf der Prioritätenliste.

Menden..  Das Problem ist nicht neu: Jedes Jahr aufs Neue wuchert der Riesen-Bärenklau, der auch Herkulesstaude genannt wird. Diese auffällige, weil optisch ansprechende Pflanze hat sich gerade auch in diesen heißen Sommertagen rasant in Menden und Umgebung ausgebreitet.

Das ist auch zwei Lesern aufgefallen, die sich bei der Redaktion wegen der sehr hoch gewachsenen Giftpflanzen meldeten, die sie in der Nähe des Fahrradweg, der Menden mit Fröndenberg verbindet, in voller Blütenpracht entdeckten. Leser Michael Orlob schoss vor Ort direkt ein paar Fotos und zeigte sie der WP-Redaktion.

Das ist mit Sicherheit nichts, was begeistern sollte, ein Grund zur Panik ist es allerdings auch nicht: „Der Riesen-Bärenklau ist jedes Jahr ein Thema“, weiß auch Stadtsprecher Manfred Bardtke.

„Mehr kann man nicht machen“

Er versichert: „Es ist eine Menge Aufwand, den wir zur Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus betreiben. Wir sind seit fünf bis sechs Wochen dabei und haben die Pflanzen noch nicht so beseitigt, wie wir es uns wünschen. Aber mehr kann man nicht machen.“

Dafür gebe es eine gewisse Prioritätenfolge. Man mache schließlich das zuerst, was in der Nähe von Gehwegen ist. Die Übersicht habe man dabei keineswegs verloren: „Alle Plätze sind uns bekannt“, sagt er und ergänzt ironisch: „Schließlich haben wir auch bei der Stadt Radfahrer.“

Mit bis zu fünfzehn Einsatzkräften sei man unterwegs im Kampf gegen den Riesen-Bärenklau. Um sich selbst nicht bei der Beseitigung der Giftpflanzen zu verbrennen, tragen alle Schutzkleidung. Die endgültige Ausmerzung des Riesen-Bärenklaus ist dabei nahezu unmöglich, dafür müsste jede Pflanze einzeln ausgegraben werden.

Die viel einfachere und schnellere Alternative: Bis auf ein Minimum runterschneiden.