Rätselraten über Algen im neuen Glockenteichbach in Menden

Ein weiterer Hund trinkt aus dem Bach.. Das Foto zeigt den Schlamm im Bach in der Bahnhofstraße am Eingang zur Tiefgarage unter dem Rathaus.
Ein weiterer Hund trinkt aus dem Bach.. Das Foto zeigt den Schlamm im Bach in der Bahnhofstraße am Eingang zur Tiefgarage unter dem Rathaus.
Foto: WP

Menden..  Die Mädchen genießen ein Eis auf dem Stein am Bach. Dackeldame Emma schnuppert am Wasser und nimmt einen Schluck. Der offengelegte Glockenteichbach wird gut angenommen. Was sich aber viele Passanten auch fragen: Woher kommt die braune Brühe im Bereich der Bahnhofstraße?

Stadt: Wir beobachten das Problem

Auf diese Frage hat auch die Stadtverwaltung noch keine eindeutige Antwort. „Die Sache mit den Algen werden wir zunächst weiter beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen abstimmen“, sagt Stadtsprecher Manfred Bardtke. Vor der Rathaus-Tiefgarage haben sich an den warmen Tagen der vergangenen zwei Wochen trotz der hohen Fließgeschwindigkeit blitzschnell Algen gebildet. Die dunkelbraune Schicht überzieht mittlerweile den kompletten Boden aus Pflastersteinen. Auch an den Rändern schaut der Schleier aus dem Wasser. Wer mit der Nase etwas tiefer geht, nimmt einen üblen Geruch wahr. Schon jetzt steht fest: Mit der Chemiekeule wird die Stadt nicht gegen das Algenproblem vorgehen können. Der Glockenteichbach fließt bekanntlich in die Hönne und später in die Ruhr – Trinkwasserschutzgebiet.

Ein weiteres Problem stellen Sandablagerungen dar. „Den Sand (insbesondere vor Kissing’s) werden wir noch vor Pfingsten einmal durch ein Unternehmen mit Saugwagen absaugen lassen“, sagt Stadtsprecher Bardtke. Diese Problem sei aber wahrscheinlich nicht von Dauer, vermuten die Verantwortlichen. Grund für die Ablagerungen ist wohl die Einlaufphase. Dabei wurden Sand und Zementreste von den Bauarbeiten mitgespült.