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Rabenschwarze Komödie über Selbstjustiz

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Menden. Die Katastrophen Kultur freut sich auf das einmalige Gastspiel der Studiobühne Lindenbrauerei aus Unna am Samstag, 7. Februar. Inszeniert hat das Stück Kirsten Ullrich-Klostermann, die auch verantwortlich zeichnet für das derzeitige Erfolgsstück „Der nackte Wahnsinn“ im Scaramouche.

Wer klaut oder bei Rot über die Straße geht, wer seinen Hund Häufchen machen lässt oder sein Auto falsch parkt, dem setzt in der Komödie der Protagonist Herr Mux zu – mit Notizen, Ton- und Filmaufnahmen. Er kassiert bei den „Straftätern“ ab und finanziert seine „Gesellschaft für Gemeinsinnpflege“.

Biedermann

Nico Rabenald hat nach dem gleichnamigen Drehbuch ein Schauspiel verfasst, das die Figur des charismatischen Mux als Biedermann und Brandstifter satirisch überhöht vorführt.

Mux, ehemaliger Philosophiestudent, ärgert sich. Er ärgert sich über Hundehaufen auf der Straße, Schwarzfahrer in der U-Bahn oder Raser in Wohngebieten. Doch Mux ärgert sich nicht nur, er greift zur Selbstjustiz, und Mux räumt auf. Zusammen mit einer Langzeitarbeitslosen rückt er den Gesetzesbrechern auf den Leib. Die „Gesellschaft“ expandiert. Arbeitsplätze werden geschaffen. Neue Mitarbeiter stoßen hinzu: Informanten, Multimedia-Experten, Sekretärinnen. Aus Mux‘ fixen Ideen wird schnell eine populistische Bewegung, die das Denunziantentum fördert und niemanden verschont.

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Rabenschwarze Komödie über Selbstjustiz
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2015-01-21 00:10
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