Polizei sucht mit Spezial-Hunden nach vermisstem Mendener

Das Foto zeigt Suchhündin Donna (9).
Das Foto zeigt Suchhündin Donna (9).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Polizei gibt bei der Suche nach dem vermissten Mendener nicht auf. Die Beamten durchkämmten das Gelände hinter dem Bahnhof Fröndenberg.

Menden/Fröndenberg.. Hündin Donna hat die Nase ganz dicht am Boden. Die neunjährige Suchhündin springt von Gebüsch zu Gebüsch. Sie schnüffelt hinter Äste und Grashalme. Wäre der Mendener hier, dann würde sie ihn ganz sicher finden. Donna schlägt nicht an. Der 60-Jährige bleibt (Stand Donnerstagabend) weiter vermisst.

Lückenlose Suche an der Ruhr

Die Polizei ist am Morgen noch einmal auf das Gelände hinter dem Fröndenberger Bahnhof ausgerückt. Die Beamten laufen mit vier Hunden den Streifen zwischen Bahngleisen und der Ruhr Quadratmeter für Quadratmeter ab. Irgendwo hierhin könnte der Mendener gelaufen sein, nachdem er sein Auto unverschlossen auf dem Parkplatz am Bahnhof abstellte.

Die Kriminalpolizei verfolgt mit der Suche im Umkreis des Auto-Fundortes den einzigen echten Ansatz, den sie überhaupt hat. Einsatzleiter Torsten Hecker stellt klar: „Es gibt keinen Anhaltspunkt für ein Kapitalverbrechen. Es gibt auch keinen Anhaltspunkt für einen Suizid.“

Auf das Aufspüren von Personen trainiert

Alle Suchen verliefen bislang negativ. Die Polizei überflog in den vergangenen Tagen in beide Richtungen die Gleisanlagen und das Ruhrufer mit einem Hubschrauber. „Die Bedingungen waren gut“, sagt Hecker. Die Bäume sind im Moment kahl und die Sträucher zurückgeschnitten. Wäre der vermisste Mendener irgendwo dort gewesen, dann hätten sie ihn wohl gefunden.

Facebook-Suchaktion Im Hintergrund sucht Donna weiter. Das Schnüffeln ist für die Malinois-Hündin Anstrengung pur. „Wir haben die Hunde zwischendurch schon einmal ausgetauscht“, sagt Hundeführer Thomas Nolte. Er kommt vom Ausbildungszentrum LAFP der Polizei aus Stukenbrock. Dort wurde Donna auf das Aufspüren von Personen trainiert.

Der Einsatz von speziellen Mantrailer-Hunden, die eine Fährte eines speziellen Menschen aufnehmen können, kam in diesem im Fall nicht in Frage. Der heftige Regen der vergangenen Tage hatte möglicherweise vorhandene Spuren verwischt. Auch die Auswertung von Videoaufnahmen verlief negativ.

Fahndung läuft weiter

Die Polizei besorgte sich sogar die Bilder der Innenraum-Überwachungskameras mehrerer abfahrender Züge. Zu sehen waren viele Menschen, aber eben nicht der Vermisste. Die Fahndung geht auch in den kommenden Tagen weiter.