Politik will Zeitverträge für Ingenieure prüfen

Menden..  „Wir müssen die Ausbauplanung der Albert-Schweitzer-Schule im Umfang von 70- bis 80 000 Euro fremdvergeben, weil ein Ingenieur mit Zeitvertrag im Februar für eine feste Stelle gekündigt hat. Zudem ist eine Technikerin seit August nicht verfügbar.“ Unangenehme Nachrichten hatte Ulrike Schriever, Leiterin des städtischen Immobilienservices Menden (ISM), am Dienstag für den Betriebsausschuss parat. Der ISM müsse Prioritäten setzen und die derzeit zahlreichen Aufgaben vor allem an den Schulen Zug um Zug abarbeiten, erklärte sie weiter. Nur Verschiebbares würde verschoben. Eigentlich bräuchte sie aber als Ersatz jemanden, der voll im Saft stehe und sofort verfügbar sei. Das sei jedoch nicht absehbar. Und bei einem neuen Zeitvertrag laufe man wieder ins Risiko, jemanden gerade eingearbeitet zu haben, der dann geht. „Das ist jedesmal ärgerlich.“

Hubert Schulte (CDU) erklärte, dass sich die Politik grundsätzlich mit der Personallage im ISM befassen müsse. Ausschussvorsitzender Peter Köhler (Grüne) ergänzte: „Bei 80 000 Euro für diese Vergabe hätte sich eine Ingenieursstelle ja schon gerechnet. Und wir mussten schon 2014 die Planung fürs Gymnasium vergeben.“

Der Beigeordnete Sebastian Arlt sagte zu, Quartalsberichte des ISM künftig so zu gestalten, dass die Politiker die Personallage des Betriebes mit Blick auf das Arbeitsprogramm besser einschätzen könnten.

Zu einem Wortgefecht zwischen SPD und CDU kam es beim Gesamtschul-Ausbau. SPD-Fraktionsvize Friedhelm Peters zeigte sich erfreut, dass die Schule auf der Tagesordnung stand, anders als zuvor im Schulausschuss. Und auch der Politiker, der dem SPD-Antrag erst „relative Substanzlosigkeit“ attestiert habe, habe später nach leichten Änderungen zugestimmt. Gemeint war FDP-Chef Stefan Weige.

Nun solle der ISM-Ausschuss das Vorhaben noch bekräftigen, sagte Peters. Dazu kam es nicht, was Köhler so begründete: „Jetzt folgen doch nur logische Abläufe in der Verwaltung.“ Peters: „Mit denen bin ich auf Kriegsfuß.“ Schulte dazu: „Mit dem Bürgermeister auf Kriegsfuß? Der ist doch für die Verwaltung zuständig.“ Was Peters einen „unpassenden Hinweis“ nannte.