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Politik in Menden spottet über Fortschritt am Nordwallcenter

12.03.2016 | 15:00 Uhr
Politik in Menden spottet über Fortschritt am Nordwallcenter
Die schraffierte Fläche zeigtFoto: Hans Blossey

Menden.  Wasserstandsmeldungen ohne Substanz. Der Investor hat beim Nordwallcenter nichts Neues zu bieten. In der Politik sorgt das für Bauchgrummen.

Mit dem großen Kracher hatte ohnehin niemand gerechnet, als der erste Beigeordnete Sebastian Arlt im städtischen Bauausschuss zum „Sachstandsbericht Nordwall“ ansetzte. Die dürftigen Informationen sorgten dann aber in der Politik vor allem für Spott. Arlt berichtete von einem Gespräch mit dem Düsseldorfer Investor.

„Wir sind darüber informiert worden, dass Verhandlungen laufen“, sagte Arlt. Das Unternehmen ITG befinde sich in Verhandlungen mit möglichen Mietern. Er habe den Eindruck, dass diese Verhandlungen nicht nur vorgeschoben seien. Namen von Mietern oder eine Vermietungsquote seien nicht genannt worden. „Ich hoffe dass die Damen und Herren bald Erfolg haben.“

CDU fordert Zeitplan

„Das war eine erschöpfende Auskunft“, stellte der Ausschussvorsitzende Peter Schnurbus (CDU) fest und sorgte damit auch auf den Zuschauerrängen des Ratssaals für Gelächter. Mit nahezu wortgleichen Aussagen hatte der Investor die Politik schon mehrfach vertröstet. Ein Baustart für das geplante Einkaufszentrum am nordwestlichen Ende der Fußgängerzone ist nicht in Sicht. Stattdessen haben sich andere Geschäfte aus der Nachbarschaft zurückgezogen. Netto und DM verlassen das Viertel in einigen Wochen.

Wolfgang Luig (FDP) forderte Arlt auf, den Investor zu konkreten Aussagen zu einer Vermietungsquote zu bewegen: „Fragen Sie doch bitte nach absoluten oder relativen Zahlen.“

Hubert Schulte (CDU) drängte die Stadtverwaltung, selbst einen Zeitplan aufzustellen. Er wolle wissen, wie viel Zeit im Zweifel benötigt werde, um eine Änderung des Bebauungsplanes umzusetzen. Der Investor hat bis zum 30. Juni 2017 Zeit, mit dem Bau zu beginnen. Die Mendener Politik hatte dem Unternehmen im vergangenen Sommer eine zweijährige Fristverlängerung genehmigt. Sollte der Investor nicht bauen, wird unter anderem der Bauantrag für das marode Parkhaus rückabgewickelt.

Arne Poll

Kommentare
14.03.2016
05:55
Politik in Menden spottet über Fortschritt am Nordwallcenter
von h_grabowski | #1

Es sagt schon einiges aus, wenn man noch nichtmals die handelsüblichen 08/15 Ketten als Mieter bekommt, die in jedem zweiten Kuhkaff eine Filiale...
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1 Antwort
Politik in Menden spottet über Fortschritt am Nordwallcenter
von osis | #1-1

Wie auch mit einer Gestaltung des öffentlichen Raumes aus den 1950er Jahren und einem politischen Kabarett aus den 1970ern.

Die letzten 20 Jahre war Stillstand und die Politik glänzte meistens mit Parolen aus den 1970er Jahren. In der Zwischenzeit wurde der Standort von den Nachbarstädten abgehängt...

Tourismus? Finden nicht Statt
Radverkehrsförderung wie in Arnsberg, Unna oder Iserlohn? Nicht vorhanden.
Klimschutz: erste Gehversuche, in der Hoffnung das es vorbeigeht.
Einzelhandel: Stirbt aus
ÖPNV: Nicht vorhanden
WLAN: Kein Konzept, kein Netz...
Stadtwerkeumbau: Nicht wirklich wahrnehmbar
Sparkasse: Zwangsfusioniert

Schnittchen von Investoren erbetteln: Alle dabei,


Das einzige Positive ist Umgestaltung der Innenstadt. Alles andere ist nicht existent.

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Politik in Menden spottet über Fortschritt am Nordwallcenter
Politik in Menden spottet über Fortschritt am Nordwallcenter
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http://www.derwesten.de/staedte/menden/politik-in-menden-spottet-ueber-fortschritt-am-nordwallcenter-id11644518.html
2016-03-12 15:00
Menden