Politik begrüßt DJK-Fusion

Menden..  Die Sportstättenzielplanung für das gesamte Stadtgebiet wird zu einer der größten Herausforderungen für die Mendener Politik. So gesehen kam gestern Abend dem Sportausschuss ein Zeichen wie gerufen: Ausdrücklich begrüßt wurde die Absicht der Vereine DJK Grün-Weiß Menden und DJK SG Bösperde möglicherweise zu fusionieren (WP berichtete).

Großstandort Bösperde?

Wo könnte eine neuer DJK-Großverein sein Zuhause haben, denn ein Platz allein würde definitiv nicht reichen? Es läuft derzeit viel auf den Bereich hinter der Hauptschule Bösperde hinaus. Der reale Sportplatzbedarf würde wohl eineinhalb Einheiten betragen. Die kann Menden aber nicht mal eben so zur Verfügung stellen. „Der Flächennutzugsplan müsste entsprechend geändert werden“, so die Stadtverwaltung. Das müsse die Bezirksregierung entscheiden.

VfL schlägt Alarm

Was wird mit den Fußballern des VfL Platte Heide, wenn ein DJK-Großverein im Mendener Norden Wirklichkeit wird? Für die VfL-Kicker, so Vorsitzender Olaf Stracke, werde das Problem immer dramatischer. Junge Leute wanderten ab, es müssten Perspektiven her. Das könnten kaum jene 80 000 Euro sein, die es seitens der Stadt als Zuschuss für einen Kunstrasenbelag gibt.

Nicht nur die CDU stellt Fragen nach der Gerechtigkeit: Kann es in Ordnung sein, wenn mit dem VfL der am längsten auf einen Kunstrasen wartende Verein im Gegensatz zu anderen Clubs mit vergleichsweise so wenig Zuschussmitteln ausgestattet wird?

In der Sache hat der Sportausschuss am Abend nicht direkt entschieden, sondern sich für eine Sportstätten-Lenkungsgruppe stark gemacht. Politik, Stadt, Vereine und Stadtsportverband sollen beteiligt werden. Nicht nur der VfL Platte Heide drängt: „Wir verlieren ohne Entscheidung sportliche Perspektiven.“

Weiterer Aspekt: Die Sportpolitik muss sich darauf vorbereiten, was bei der Aufgabe von Schulgebäuden mit den Hallen geschieht.