Patschnass bei Festeinstimmung

Das Turmblasen vom Balkon des Alten Rathauses als Regenschirmparade.
Das Turmblasen vom Balkon des Alten Rathauses als Regenschirmparade.
Foto: WP

Menden..  Petrus mochte in jenen knapp 40 Minuten dann doch nicht der beste Freund der Mendener sein. Mehr als 2500 Besucher hatten sich Heiligabend ab 16.30 Uhr vor am Alten Rathaus eingefunden. Wegen der Sanierung des Vincenz-Kirchturms agierten die Bläser des Musikvereins Hüingsen erstmals vom Balkon des Alten Rathauses. Die gewohntermaßen feierliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest geriet komplett zur Regenschirmparade. Doch nur wenige der größtenteils durchnässten Besucher gingen vorzeitig nach Hause.

Bürgermeister Volker Fleige zeigte sich auch angesichts des Durchhaltevermögens so vieler Mendener angetan. Er machte nicht nur für sich „erhebende Augenblicke“ aus, dass sich Menschen überhaupt in so großer Zahl auf das Christfest einstimmen. Schlenker Richtung Politik und Stadtgestaltung ließ Fleige komplett außen vor. Stattdessen erinnerte er daran, wie sehr in jenen Stunden weltweit die Menschen Gottesdienste besuchen und an die Geburt Christi erinnern.

Erstmals in der mehr als 80-jährigen Tradition dieser städtischen Veranstaltung – einmal mehr vom Kulturbüro organisiert – wurde die Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium nach Lukas vorgelesen. Gern hatte Jürgen Senkbeil, Dechant und Leitender Pfarrer in Menden, diesen Part übernommen. Dass ausgerechnet in diesen Augenblicken der Himmel seine Schleusen für noch mal mehr Regen öffnete, nahm die Mehrheit der Zuhörer dann auch noch mit großer Gelassenheit hin.

In beiden Vorjahren war es nach Ende des Turmblasens aufgrund deutlich größerer Teilnehmerzahlen sogar zu Staus in der Mendener Innenstadt gekommen. Diesmal musste niemand allzu lange im Auto ausharren. Schnell ab nach Hause zum Trocknen war angesagt.