Ohne Inklusion könnte VW keine Autos bauen

Iserlohn..  „Wenn es die Inklusion nicht gäbe, könnten wir auch keine Autos bauen“. Auf diese kurze Formel brachten Heiko Opaterny und Helmut Greiner vom Volkswagen-Konzern am Montag ihr Fazit. Auf Einladung des Lions Club Iserlohn-Hemendis konnte Petra Pientka und Anne Marie Kreckel im Autohaus Nolte mehr als 80 Zuhörer begrüßen zum Vortragsabend „Ist die Inklusion in der Arbeitswelt realistisch?“ Helmut Greiner, Schwerbehindertenvertreter im Werk Salzgitter, ging noch weiter: „Inklusion in der Arbeitswelt ist realistisch und wertvoll, wenn ich Arbeitgeber wäre, würde ich auf jeden Fall Schwerbehinderte einstellen.“

Am Beispiel des Konzerns aus Wolfsburg machten die Referenten deutlich, dass sih der Inklusionsprozess über Jahre entwickelt hat, und dass vor allem Mitarbeiter, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind, mithilfe eines Coachingprozesses im Unternehmen gehalten werden können. Eine Potenzialanalyse ermittelt Fähigkeiten, die vielleicht mit der aktuell ausgeübten Tätigkeit gar nichts zu tun haben, für das Unternehmen aber an anderer Stelle unglaublich wertvoll sein können. Auf den Punkt gebracht: Wertschätzung ist gleichbedeutend mit Wertschöpfung. Und diese Wertschätzung geben die leistungsgewandelten Mitarbeiter an das Unternehmen zurück. Karin Käppel, Agenturchefin der Märkischen Arbeitsagenturen, bot am Montag allen Interessierten die Unterstützung der Arbeitsagenturen an, die Hand in Hand mit den Integrationsämtern und der Deutschen Rentenversicherung Bund Arbeitgeber und Arbeitnehmer beraten, und bei der behindertengerechten Ausstattung von Arbeitsplätzen helfen. Die Veranstaltung am Montagabend wollte sensibilisieren für das Thema Inklusion, denn Barrierefreiheit beginnt im Kopf. Und das ist besonders Anne Marie Kreckel wichtig, die ihr Präsidentinnenjahr im Lions Club Iserlohn-Hemendis unter das Motto Inklusion gestellt hat. Dass sie damit bei Petra Pientka offene Türen eingerannt hat, freut sie besonders. Der Abend wurde abgerundet durch den Jugendchor „5nach5“ unter der Leitung von Ute Springer, der den christlichen Geist den Petra Pientka in ihr Unternehmen einfließen lässt, besonders herausstellte.