Offene Gärten mit Vielfalt an Pflanzen

Das Arche-Naturschutzzentrum als Offener Garten.
Das Arche-Naturschutzzentrum als Offener Garten.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Garten- und Pflanzenfreunde ließen sich am Sonntag vom Wetter nicht verschrecken. Mit Regenschirm ausgerüstet besichtigten sie die grünen Oasen, die an diesem Wochenende an der Aktion „Offene Gärten“ teilnahmen. „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung, wie man so schön sagt“, lachte Bruno Homberg, der mit seiner Frau Sonja die Gäste in seinem Garten an der Horlecke begrüßte. Um halb zehn habe bereits der erste Besucher vor dem Gartentor gestanden und habe gefragt, ob schon geöffnet sei.

Alle zwei Jahre nimmt das Paar mit seinem Garten an der Veranstaltung teil. In den Jahren dazwischen kümmern sich die beiden wieder um neue Gartenprojekte. „Im nächsten Jahr werden wir unseren Balkon ausbauen“, kündigte Sonja Homberg bereits an. Die Neuheit in diesem Jahr war eine neue Teichanlage, um die sich eine Modelleisenbahnstrecke schlängelt. „Jetzt fließt ein Teich in den nächsten“, erklärte Sonja Homberg den Aufbau ihrer Gartenlandschaft.

Neben den privaten Gärten öffnete auch das Naturschutzzentrum Arche im Rahmen der offenen Gärten für zwei Führungen seine Pforten. Anders als bei Gärten, die sonst am Sonntag zu besichtigen waren, konnten die Besucher naturbelassene Wiesen mit einer großen Pflanzen- und Tiervielfalt sehen, über die es bei der Führung einiges zu berichten gab. „Die Wiesen werden nur einmal im Jahr gemäht“, erklärte Ulrich Hering von der Arche Menden. Dabei würde immer ein kleiner Teil stehen gelassen, so dass sich Schlangen und andere Tiere dort weiterhin verstecken können. Nur der Weg zwischen den Wiesen hindurch wird regelmäßig gemäht und freigeschnitten, damit Schulklassen und andere Besucher sich die sonst unberührte Natur anschauen können. Genauso wird es mit den kürzlich abgeholzten Bäumen gehandhabt: Diese werden keineswegs entsorgt, sondern als Unterschlupf für Amphibien aller Art aufgestapelt.

Der Bauerngarten in Mitten der wilden Wiesen fand besonders Anklang. „Er erinnert mich an den Garten meiner Oma“, freute sich eine Besucherin. Ganz typisch ist der Garten mit einem Wege-Kreuz aufgeteilt. In der einen Ecke blühen Blumen, während in der anderen Ecke Kräuter angepflanzt sind. Alles geschützt durch einen Holzzaun, um Rehe und Hasen von diesem Bereich abzuhalten.