Oesetalbahn soll Hemer und Menden wieder verbinden
16.04.2009 | 15:39 Uhr 2009-04-16T15:39:00+0200Menden. Oesetalbahn - so soll die Eisenbahnstrecke zwischen Menden und Hemer heißen. Die Reaktivierung dieser 127 Jahre alten Zugverbindung hat sich der kürzlich gegründete „Förderverein Oesetalbahn Hemer - Menden” vorgenommen.
Der Verein kooperiert mit der Rhein-Sieg Eisenbahn GmbH zum Erhalt der Strecke. Seine Mitglieder waren schon tatkräftig an den Umbaumaßnahmen am Bahnhof Hemer beteiligt.
Die Wiederbelebung des Schienenweges hat laut den Oesetalbahnern viele Vorteile: Zugfahrten mit guten Anschlüssen bieten schnelle und umweltgerechte Mobilität unabhängig vom Auto. Sie entlasten die stark befahrenen Straßen. Der Verein möchte eine weitere Ausdünnung des Schienennetzes zwischen Balve, Hemer, Iserlohn und Menden verhindern.
Die Oestalbahner wollen die Landesgartenschau in Hemer unterstützen, denn auf der Schiene wird eine attraktive, teils nostalgische Anreisemöglichkeit auch für große Gruppen geschaffen. Erste Kontakte mit Eisenbahnvereinen sind bereits geknüpft. Der Verein will außerdem mit den Eisenbahnfreunden Hönnetal zusammenarbeiten. Neben moderneren Zügen sollen auch wieder Schienenbusse zu sehen sein. Der Verein will auch den Radfahrern helfen, ihr Rad per Zug mitzunehmen, und die Anbindung an den Ruhrtal-Radweg verbessern.
Bei den Oestalbahnern engagieren sich Mendener und Hemeraner, Verbände wie der VCD und Ortsgruppen des ADFC, die Grünen und Eisenbahner. Gelingen kann eine dauerhafte Reaktivierung nur gemeinsam — also mit Hilfe der Städte, des Kreises, des ZweckverbandesRuhr-Lippe, der Vereine und der Bürger.
Jeder, die sich für den Erhalt der Bahnstrecke einsetzen will und von Eisenbahn fasziniert ist, ist willkommen und kann sich per E-Mail an oesetalbahn@gmx.de melden.
10:29
@zilp
Nicht persönlich nehmen, aber Mendens Ruine als Bahnhof und Bahnknotenpunkt zu bezeichnen halte ich für sehr gewagt.
Bahnreisende zur Landesgartenschau werden einen tollen ersten Eindrück dieser Region bekommen.
09:40
Die Eisenbahn ist wegen der Rad-Schiene-Technik mit geringem Reibungswiderstand und wegen des Viel-auf-einmal-Transports umweltfreundlicher als der motorisierte Straßenverkehr. Sie ist mit spurgebundenem eigenständigen Fahrweg ziemlich sicher und staufrei.Sie nützt dem Straßenverkehr sogar, indem sie Straßen und Parkplätze entlastet. Sie nützt auch den Radlern durch bessere Fahrradmitnahme im Zug als im Bus.
Schienenverkehr ist außerdem nicht veraltet oder überflüssig, daher ist er auch nicht komplett von Auto und Luftfahrt verdrängt worden (die anderen müssen erst noch so alt werden wie die Bahn....).
Die Bahn gewinnt sogar Boden zurück. Es gab erfolgreiche Reaktivierungen in letzter Zeit (z. B. Regio-Bahn Kaarst-Mettmann), andere stehen an, z. B. Marienheide - Meinerzhagen (-Lüdenscheid) und Brilon-Wald - Brilon(-Stadt)
Warum soll sich Hemer da nun einfach ganz und Menden teils ausklinken?
Menden und Hemer sind größer als Balve und Neuenrade an der Hönnetalbahn und größer als Brilon. Es sind Mittelzentren im Ballungsrandgebiet zwischen Ruhrgebiet und Sauerland. Beide Bahnhöfe liegen äußerst günstig im Stadtgebiet. Menden wird wieder Bahnknotenpunkt.
Was spricht dagegen, Züge aus Richtung (Unna-)Fröndenberg nicht nur ins Hönnetal, sondern auch durchs Oesetal in die Felsenmeerstadt rollen zu lassen?
Das ist doch eindeutig besser als immer erst über die Straße (durch Staus) zu weiter entfernten Bahnhöfen müssen.
Einen Radweg kann man woanders anlegen, eine Schienenstrecke zwischen Hemer und Menden ist ziemlich auf die jetzige Bahntrasse angewiesen.
Wenn alle an einem (Schienen-)Strang ziehen, kann das gelingen - lohnen wird es sich dann bestimmt! Der Förderverein hat dazu den guten und richtigen Anfang gemacht.
20:09
Ich als alter Mendener finde es toll.Bin früher mit meinem Dad oft nach Iserlohn gefahren,natürlich mit dem roten Blitz,da es kein Auto in unserer Familie gab.Eigentlich schade nur das bis IS nichts mehr geht,da er ja so ne Art von Kopfbahnhof geworden ist.Aber erstmal vieeeeeeeel Glück zur Reaktivierung der Strecke
08:44
Die vorhandenen Schienennetze erhalten ist der richtige Weg. Von der Politik wird zwar die Entlastung der Straßen durch die Schiene kräftig propagiert, aber dann ist der Bau eines zeitlich befristet benötigter Parkplatzes auf einmal wichtiger als eine Schienenverbindung. Und zwar eine Verbindung, die in den Verkehrsentwicklungsuntersuchungen einen hohen Stellenwert hat aufgrund der starken Pendlerströme zwischen Menden und Hemer. Nachhaltiges Denken steckte hinter der kommunalpolitischen Entscheidung, die Schienen zu demontieren, jedenfalls nicht.
Ich wünsche dem Förderverein viel Erfolg und hoffe, dass der Verein zunächst den Anstoß gibt und sich später ein breites Bündnis einsetzt für die Reaktivierung der Zugverbindung.
Noch ein Hinweis an den Schreiber RoteErde: Sie sind nicht gut informiert. Auch andere Zugstrecken sind in Kooperation von Bürgern und kleinen Bahngesellschaften gerettet worden. Über ein solches bürgerschaftliches Engagement sollte Sie nicht rummotzen, sondern es unterstützen. Bahnfahren bietet eine soziale Mobilität, denn auch Menschen, die nicht Auto fahren können, wie alte Menschen, Schüler und auch Leute, die sich kein Auto leisten können, kommen so von A nach B.
Das sollte einem Schreiber, der sich RoteErde nennt, Ansporn sein, das Engagement zu unterstützen. Oder ist Ihnen ein Parkplatz und ein Mc. Donald wichtiger? Melden Sie sich beim Förderverein, wenn Sie etwas für die Menschen tun wollen.
00:25
Liebe Eisenbahnfreunde, arbeitet schön kostenlos weiter für den Wirtschaftsbetrieb RSE und nehmt damit auch noch Arbeitsplätze weg. Wenn Menschenhand nichts mehr kostet, dann kann man alles wirtschaftlich betreiben. Hoffentlich lassen sich die Ehrenamtlichen nicht ausbeuten.
20:12
Viel Glück , es wartet viel Arbeit auf euch
alles Gute
Es kann für unsere Region nur gut sein das Schienennetzt zu erhalten, denn der Tag kommt an den sich viele das Auto nicht mehr erlauben können und wieder auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind