OBO bleibt dabei: „Beweis geringer Wertschätzung“

Menden..  OBO Bettermann bleibt auch nach der Antwort von Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck dabei: Die fehlende Präsenz des Unternehmens in der Ausstellung „Iron Men“ (Eisenmänner) im Stadtmuseum sei „ein weiterer Beweis der geringen Wertschätzung des Bürgermeisters Fleige gegenüber dem größten Arbeitgeber der Stadt“, heißt es in einer Stellungnahme. Das zeige sich im übrigen auch am katastrophalen Zustand des Hüingser Rings.

Wie Seniorchef Ulrich Bettermann gegenüber der WP gestern bekräftigte, habe der Bürgermeister vor drei Jahren seinen Vorschlag abgelehnt, auf dem Ring zumindest ein Halteverbot auf den 250 Metern bis zur Ohl-Einfahrt einzurichten, damit die Lkw bei Gegenverkehr nicht abstoppen müssten. „Das würde die Straße nicht mehr retten, die Situation aber entspannen helfen“, bleibt Bettermann überzeugt, der gerade von der Show zum 65. Geburtstag seines Freundes Thomas Gottschalk zurückgekehrt war.

Zur Ausstellung erklärt OBO, dass man im August letzten Jahres erstmals von der Museumsleiterin um einen Termin gebeten worden sei. Eingeräumt wird, dass ein Treffen mit Ulrich Bettermann wegen dessen Auslandsaufenthalten nicht zu Stande kam. Das Anliegen sei allerdings nicht die Ausstellung gewesen, sondern eine Abstimmung zum Gut Rödinghausen, das in Nachbarschaft zum OBO-Kompetenzzentrum Metall liegt. „Weitere Gründe waren dem Sekretariat nicht bekannt.“

OBO-Prokurist Franz-Josef Barkhaus habe auf einem anderen Termin die grundsätzliche Bereitschaft des Unternehmens erklärt, für das geplante Industriemuseum Exponate zur Verfügung zu stellen. Danach sei keine weitere Anfrage bei Barkhaus mehr erfolgt, auch keine Nachfrage oder Anschreiben zu einem Interview mit Bettermann für die Serie „Köpfe der Mendener Industriegeschichte“.

Erfahren habe OBO indes über einen Beschäftigten sowie Anfragen von Bürgern, dass anlässlich mehrerer Veranstaltungen im Rathaus über die Geschichte vieler Mendener Unternehmen gesprochen worden sei und diese auch immer lobend hervorgehoben wurden. „Aufgefallen war, dass mit keiner Silbe das Unternehmen OBO erwähnt wurde.“ Daraufhin habe man dies in einem Schreiben an die Stadt Menden Anfang Mai zum Ausdruck gebracht.