Nur bügeln können Roboter noch nicht

Lego-Roboter bauen  hieß es bei der Jungen VHS.
Lego-Roboter bauen hieß es bei der Jungen VHS.
Foto: WP

Menden..  Dass man mit Lego heute mehr machen kann als Bausteine zu Häusern aufeinander zu stapeln, ist lange bekannt. Doch mit Lego Mindstorm EV3 bieten sich ganz neue Möglichkeiten.

Roboter können damit gebaut und programmiert werden. „Da ist ein richtiger Computer drin“, erklärt Informatikstudent Fabian Deitelhoff, der am Samstag die Veranstaltung der Volkshochschule leitete. Ab 10 Uhr konnten dort Roboter gebaut und zum Leben erweckt werden. Ein Mädchen, zehn Jungen und einige Väter waren gekommen.

„Hier wird nicht nur bei Kindern der Spieltrieb befriedigt“, bemerkte Fabian Deitelhoff mit einem Augenzwinkern und Blick auf die konzentrierten Väter am Monitor.

Programme selbst entwickeln

Da es etwas länger dauert, aus den Lego-Technikelementen, den Sensoren und Motoren einen Roboter zu bauen, hatte Fabian Deitelhoff bereits einige Roboter aus den Volkshochschulen Dortmund und Soest ausgeliehen und mitgebracht. Einige Teilnehmer hatten auch ihre eigenen Roboter dabei. So lag der Schwerpunkt am Samstag auf der Programmentwicklung.

Im ersten Schritt wurde eine Slalomstrecke programmiert, im zweiten Schritt wurden die Sensoren dazu geschaltet. Damit wurden die Roboter lernfähig und intelligent. „Es ist eigentlich ganz einfach, große Vorkenntnisse braucht man nicht“, meinten Julian Eberts und Nils Schlücking, beide 13 Jahre alt.

Nils möchte mit den Bauteilen für den Roboter später seine Lichttechnik steuern. Auch ein Mädchen ist dabei. Die zehnjährige Finja-Rebekka Marquardt ist besonders am Programmieren interessiert. Ihr Vater Christian scherzte: „Wir haben zu Hause den Auftrag bekommen, unserem Roboter das Bügeln beizubringen. Wir sind eine richtige Lego-Familie, ich habe schon als Kind damit gespielt.“ Mark-Kevin Klein, ebenfalls zehn Jahre alt, ist schwer begeistert. „Houston, wir haben ein Problem“, ruft er in den Raum, als sein Roboter stehenbleibt. Er hat sich die Bauteile ausgeliehen, denn der Preis von 320 Euro ist kein Pappenstiel. Den Roboter hat er aber eigenhändig programmiert.

Houston hat öfter ein Problem

Am Ende flitzen einige Roboter durch den Raum. Das Ausweichen klappt noch nicht so ganz. So kommt es schon einmal zum Crash. Houston hat daher öfter ein Problem, aber gerade die Lösung dieser Probleme scheint sowohl den Kindern als auch den Vätern Spaß zu machen. Mit der Zeit arbeiten die Roboter immer besser. Nur bügeln können C-3PO und R2-D2 am Ende leider doch noch nicht.