Das aktuelle Wetter Menden 11°C
Schiitische Gemeinde

Noch keine Einigung über neue Moschee

09.10.2009 | 11:33 Uhr
Noch keine Einigung über neue Moschee

Menden. Die schiitische Gemeinde hält an ihren Plänen fest, an der Fingerhutsmühle eine neue Moschee mit Kuppel und Minarett zu bauen. Die Stadtverwaltung vermittelt zwischen den Muslimen und den besorgten Anliegern. Als nächstes soll ein Lärmemissionsgutachten erstellt werden.

Den aktuellen Planungsstand für die Moschee stellte die schiitische Gemeinde am Dienstagabend in einer Bürgerversammlung vor. Nach WP-Informationen präsentierten die Architekten dabei ein Moscheegebäude, das im Vergleich zu bisherigen Plänen nicht nur eine Kuppel, sondern auch mehrere Minarette besitzen soll.

Die Gemeinde hatte ihr Gemeindezentrum vor knapp zwei Jahren an der Fingerhutsmühle gegründet. Dass sie dort einen neuen Komplex mit Moschee, Freizeit- und Veranstaltungsräumen bauen will, wurde im November 2008 bekannt. Anwohner fürchten seitdem, dass zahlreiche Veranstaltungen dort künftig Lärm und Unruhe mit sich bringen. Auch sei der Bau viel zu groß geplant.

Genauere Angaben zur Moscheenutzung

Wie Bürgermeister Rudi Düppe gegenüber unserer Zeitung erklärte, gibt es für das Bauprojekt bislang nur eine Bauvoranfrage sowie einen Bauantrag, der allerdings zurzeit ruhe. „Wir versuchen, die Voraussetzungen für ein Lärmemissionsgutachten zu schaffen”, sagte Düppe. Dazu soll die schiitische Gemeinde genauere Angaben über die Nutzung der Moschee machen — beispielsweise, welche Veranstaltungen dort wie oft stattfinden und wie viele Personen dazu erwartet werden. „Das ist für ein Baugenehmigungsverfahren völlig normal”, betonte Düppe. Auch beim Neubau einer Schützenhalle oder eines Pfarrzentrums müsste mit Hilfe dieser Informationen ein Gutachten erstellt werden.

Düppe nimmt die Sorgen der Anlieger zur Kenntnis. „Wir versuchen, einen Konsens zu erzielen”, erklärt er „weil die Moschee eine Frage der Integration ist.” Das Bemühen um eine Lösung sei auf beiden Seiten, bei den Schiiten wie bei den Anliegern, vorhanden.

Offenbar fühlen sich beide Seiten beim scheidenden Bürgermeister gut aufgehoben. Düppe solle auch nach dem Abschied aus dem Amt die Gespräche über die Moschee an der Fingerhutsmühle begleiten, so der Wunsch der Beteiligten. Düppe: „Ich werde das gern tun, wenn mein Nachfolger Volker Fleige damit einverstanden ist.”

Thorsten Bottin

Facebook
 
Kommentare
16.12.2010
12:31
Noch keine Einigung über neue Moschee
von KHJ aus Köln | #41

Zitate #21 von Gert , am 09.10.2009 um 23:31

Wir leben 2009 in einer globalisierten Welt. Die Engstirnigkeit, Angst und Vorbehalte gegenüber anderen Kulturen erstaunen immer wieder.
Eigentlich dürften die Gegner niemals einen Fuß ins Ausland setzen, keinen Döner essen ...
Ich verweise an dieser Stelle auf auf bestens integrierte Kulturcentren im ganzen Ruhrgebiet.

Und nun etwas für unseren Globalplayer #21 von Gert einenBericht aus der ZEIT: Die schleichende Vernichtung der irakischen Christen...
http://blog.zeit.de/joerglau/2010/12/14/der-schleichende-vernichtung-der-irakischen-christen_4424

Viel Spaß beim Lesen?

KHJ aus Köln

28.04.2010
21:43
Noch keine Einigung über neue Moschee
von westfalen | #40

Jetzt haben wir die Arschkarte in Iserlohn!!!!

07.12.2009
18:11
Noch keine Einigung über neue Moschee
von Wahrheittutweh | #39

Die Politik begreift nicht, müssen Minaretten sein.
Für die Mehrzahl der Bürger sind diese Provokant.

Wie gesagt Moschee geht in Ordnung...aber man sollte den Bogen nicht überspannen. Das beharren
auf einen Minarettenbau wirft die Integration der Muslime zurück und ist Wasser auf den Mühlen.....

06.12.2009
19:54
Blockierter Kommentar.
von hans | #38

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.12.2009
13:02
Noch keine Einigung über neue Moschee
von Kurt | #37

Mal alle mitbekomme, wie die Schweizer abgestimmt haben?

30.11.2009
19:10
Noch keine Einigung über neue Moschee
von Rechtschaffender_Bürger | #36

Das wäre ja noch schöner!!!! Wo muß ich dagegen unterschreiben?

30.11.2009
11:52
Blockierter Kommentar.
von | #35

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.10.2009
16:23
Noch keine Einigung über neue Moschee
von ichhier | #34

Frag doch mal die orstansässigen Schiitischen

12.10.2009
16:06
Noch keine Einigung über neue Moschee
von firefighter | #33

Ps.: Ich habe übrigens Langeweile! Wer noch???
Bitte melden!!!
Wer hat Lust, mit mir ein paar christliche Kirchen in der Türkei zu bauen???

12.10.2009
16:04
Noch keine Einigung über neue Moschee
von firefighter | #32

Meine ganz persönliche Meinung:

In Deutschland gibt es mittlerweile zuviele Personen mit Migrationshintergrund.

In andere Länder kann man auch nicht einreisen und finanzielle Hilfe vom Staat bekommen.

Daher sehe ich meinen ersten Satz auch NICHT als ausländerfeindlich an.

Wer in Deutschland leben möchte, muss auch in der Lage sein, sich finanziell selber über Wasser zu halten. Die Meinung vertrete ich aber nicht nur gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch gegen die Deutschen, die sich auf den Steuergeldern der arbeitenden Bevölkerung ausruhen und einfach nur keine Lust haben sich zu bewegen.
Gleichgesinnte gibt es in Talkshows ja genug!

Aber wie schon erwähnt:

DIES IST MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG !!!

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/285898/create

Aktuelle Fotos und Videos
Fußballpfingsten in Menden
Bildgalerie
Fußball
Tischtennis-Tunier in Lendringsen
Bildgalerie
Tischtennis
Pfingstkirmes in Menden
Bildgalerie
Kirmes
Land unter in Menden-Asbeck
Bildgalerie
Unwetter
Aus dem Ressort
Domsingknaben: Ausbildung beginnt mit fünf Jahren
Interview
Vor dem Auftritt der Augsburger Domsingknaben auf Einladung des „Initiativkreis Mendener Wirtschaft“ (IMW) am Freitag, 1. Juni, um 19.30 Uhr in der St.-Vincenz-Kirche beantwortete Domkapellmeister Reinhard Kammler einige Fragen zu den Sängern und der ausgewählten Musik.
Stadt verhängt bei der Pfingstkirmes 20 Bußgelder
Wildpinkeln
Für viele Anwohner von Straßen am Rande des Kirmesgeländes ist es ein großes Problem. Zahlreiche Besucher des Volksfestes urinieren in Gärten und Hauseingängen. Das Ordnungsamt ist massiv dagegen vorgegangen.
Foto